Title: Diagnose
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Diagnose

Als erstes muss untersucht werden, ob es sich um eine Klumpfußhaltung oder einen „echten“ Klumpfuß handelt.

Bei der Klumpfußhaltung ist der Fuß bereits nach der Geburt wesentlich flexibler als ein richtiger Klumpfuß und damit aktiv und passiv leicht korrigierbar. Der Spitzfuß ist gering und es bestehen keine Fehlstellungen im Rückfußbereich. Eine Klumpfußhaltung verursacht quere Hautfalten am Fußrücken, die zeigen, dass eine ausreichende Beweglichkeit des Fußes vorhanden ist. In der Regel korrigiert sich eine Klumpfußhaltung in den ersten Lebenswochen spontan, auf jeden Fall ist eine konservative (nicht-operative) Therapie ausreichend.

 

Wichtig bei der Diagnose von Klumpfüßen ist, das Ausmaß der Fehlstellung zu beurteilen. Danach richten sich Art und Länge der Therapie. Grundsätzlich lässt sich bei Klumpfüßen die Fehlstellung nicht durch manuellen Druck allein ausgleichen.

Die Düsseldorfer Leitlinien schreiben bei der Diagnostik vor: 

 

Beurteilung von:

 

Spontanhaltung des Fußes
Knie-Fuß-Achse und der Rotationsfehlstellung
Bewegungsumfang, passiver Redressierbarkeit und Beweglichkeit in den einzelnen Gelenken
Bein- und Fußlängen und Trophik, Hinweise auf Muskelatrophie (Wade)
Besonderheiten der Haut (Fossettes cutanees)
der Gegenseite und benachbarter Gelenke
Durchblutung, Motorik und Sensibilität 


Röntgen


Geröntgt wird in der Regel nicht direkt nach der Geburt, da die Knochen bei Neugeborenen noch zum großen Teil aus Knorpel bestehen und deshalb auf einem Röntgenbild nicht eindeutig erkennbar sind. Dies ist erst ungefähr im Alter von drei Monaten möglich.

 

Dann allerdings lassen sich knöcherne Fehlstellungen deutlich auf dem Röntgenbild erkennen und werden zur Planung einer eventuellen Operation herangezogen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die nicht gesundheitsschädliche Untersuchung per Ultraschall, die auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt problemlos durchführbar ist.

 

Nachteile:  

 

Es kann nur eine der zwei benötigten Ebenen (seitlich und von oben) dargestellt werden (die allerdings kann bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Schwere der Fehlstellung darstellen).
Die wenigsten Orthopäden praktizieren diese Untersuchungsmethode bisher, obwohl sie dadurch die Anzahl der Röntgenbilder deutlich reduzieren könnten.

 

In begründeten Fällen kann auch eine Kernspintomographie erstellt werden, die bei Säuglingen allerdings unter Vollnarkose durchgeführt werden muss. 

 



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