Fünf bis sieben Gipse , welche von den Zehen bis zum Oberschenkel reichen sollten ausreichen, die Klumpfußdeformität zu korrigieren. Dabei wird das Kniegelenk in einem rechten Winkel eingegipst. Sogar Klumpfüße mit sehr steifem Bandapparat benötigen nicht mehr als 8 oder 9 Gipse um ein Maximum an Korrektur zu erreichen. Die Achillessehne wird häufig vor anlegen des letzten Gipses in der Praxis durch eine kleine Stichinzision durchtrennt um die Korrektur zu vervollständigen. Der anschliessend angelegte Gips wird 3 Wochen belassen. Zum Zeitpunkt der Gipsentfernung hat sich die Sehne in ihrer korrigierten Länge regeneriert. Nach 2 Monaten Therapie sollte nun der Fuß ein etwas überkorrigiertes Erscheinungsbild haben.
Nach einer solchen Klumpfußkorrektur besteht die Tendenz eines Rückfalls (Rezidiv). Um dies zu verhindern muss nach Abnahme des letzten Gipses eine Schiene ganztags (24 Stunden) über zwei bis drei Monate getragen werden. Anschließend muss diese nur Nachts für weitere 2 bis 4 Jahre angelegt werden. Die Schiene besteht aus einem paar hohen Schuhen, die mit einer Metallschiene verbunden sind. Die Länge der Metallschiene entspricht ungefähr dem Schulterabstand des Kindes. Die Schuhe sind jeweils 70 Grad nach aussen rotiert und fest an der Metallschiene befestigt. Oberhalb der Ferse muss im Schuh eine Pelotte eingebracht werden um das herausrutschen des Fußes aus den Schuhen zu vermeiden.
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2,5 Monate altes Kind mit korrigierten Füßen |








