Osteopathie bei der Diagnose "Klumpfuß" ist durchaus sinnvoll.
Ein Osteopath fragt bei jedem Symptom (und Klumpfuß ist hier das Symptom),
warum es in Erscheinung tritt und sucht nach der Ursache des Symptoms.
Da der Klumpfuß meistens direkt nach der Geburt auffällig ist und sich evtl.
in den Wochen nach der Geburt noch verstärkt, sucht man bei diesem Symptom
die Ursache in der embryologischen Entwicklung des Kindes im Mutterbauch.
Da der Osteopath in seiner über 5jährigen Ausbildung hinweg gelernt hat, die
sich ständig wiederholenden Eigenbewegungen jedes Organs zu spüren (und die Eigenbewegungen sind nichts anderes als die embryologischen
Entwicklungsrichtungen der Strukturen), kann er sehr oft die eigentliche
Ursache der Fehlentwicklung auffinden.
Normalerweise verursacht die Ursache des Klumpfußes Spannungen im
umgebenden Gewebe, was wiederum Spannungen im Körper verursacht, die sich bis zum Fuß weiterziehen. Dadurch wird der Fuß bereits im Mutterleib in eine Fehlposition gezogen, die man dann Klumpfuß nennt.
Bei fast allen Säuglingen mit Klumpfüßen findet man eine vermehrte Spannung
in den Beinen. Sie bewegen die Beine (oder ein Bein) aufgrund der Spannung
weniger oder auf eine andere Weise (gespannter, gehemmter oder
abwehrender....) als das 2. Bein bzw. als andere Säuglinge. Die Ursache für
den Klumpfuß kann eigentlich überall im gesamten Körper liegen, das ist sehr
unterschiedlich. Alle haben aber gemeinsam, daß sich das Problem auf die
Füße projiziert.
Die Behandlung des Klumpfußes ist deshalb auch sehr verschieden. Ein Kind
muss am Kopf behandelt werden, ein anderes im Bauch, das dritte Kind im Becken usw.
Durch die Osteopathie kann man sicherlich die Spannung im System auflösen,
was aber nicht immer heißt, daß das Kind nicht operiert werden muss. Denn die Position des Klumfußes besteht bereits einige Monate innerhalb des Mutterbauches und die Knochen und Sehnen haben sich bereits in die Fehlspannung hinein entwickelt und angepasst. Aber oft kann eine OP vermieden werden.
Aber auch bei den Kindern, bei denen eine OP nicht verhindert werden kann,
ist es sinnvoll, osteopathisch die Spannungen zu lösen, da der Fuß sich dann
nach der OP wieder frei, ohne Spannungen entfalten kann und später weniger
Probleme mit dem Fuß bestehen.
Kosten der Behandlung: Die privaten KV übernehmen normalerweise die
Rechnung, wenn der Osteopath Arzt oder Heilpraktiker ist oder wenn man mit
einem Privatrezept eines Arztes zu einem Osteopathen geht, der als
Physiotherapeut arbeitet.
Die gesetzlichen Kassen übernehmen nur etwas, wenn eine spezielle Absprache mit den Eltern getroffen wird (mit der Kasse verhandeln).
Pro Behandlung (45-60Min) sind mit ca. 75 Euro zu rechnen.
Einen Osteopathen in der Nähe kann man finden über: http://www.osteopathie.de
Kerstin Gerke 2002/2008







