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Fragen und Antworten - Krankengymnastin Claudia Dussa

Hinweis:

An Frau Dussa können keine Fragen mehr gerichtet werden,

die zurückliegenden Fragen und Antworten sind nachfolgend aufgelistet:

 


19. Mai 2004

Sohn, 8,5 Monate alt; Gips von Geburt an, mit 5 Monaten Umstellung auf Ponseti, 1.4. Ponseti-OP, danach Gips, jetzt Unterschenkelschiene von Pohlig,Traunstein - KF rechts. Lucas kann noch nicht alleine sitzen - wann sollte er damit anfangen? Der Schienenfuß ist natürlich weitaus schwächer als der Gesunde. Er zappelt auch nicht so rum damit, er liegt eher teilnahmslos daneben, er nimmt ihn jedoch mit "hoch" zum spielen. Kann man mit angezogener Schiene auch KG machen, um z.B. die Muskulatur zu stärken oder zur Bewegung anzuspornen. Lucas muß die Schiene ganztägig tragen, deshalb meine Frage, ob es Sinn macht, sich KG aufschreiben zu lassen.

 

Antwort:

Ihr Sohn ist in der Entwicklung völlig in der Norm. Und selbst wenn das Sitzen noch zwei Monate dauert, ist dies kein Grund zur Sorge. Sie sollten sich auf alle Fälle Krankengymnastik verordnen lassen. Wenn Sie abends die Schiene ausziehen kurz, können Sie das Füßchen sehr schön zur Bewegung stimulieren. Ich möchte dies ungern beschreiben, damit bei der Selbstanleitung nichts aus versehen falsch läuft. Deshalb würde ich Ihnen raten eine Krankengymnastin aufzusuchen die sich mit der Bobaththerapie und mit sensorischer Integration auskennt. Sie werden sehen das es Ihrem Sohn sehr gut tut.


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4. April 2004

Sohn, 19 Monate alt, KF rechts, 1.Lebenstag Gips bis zum Alter von 4 Monaten, danach OP (Achillessehne), nochmal 8 Wochen Gips, dann Schiene und mit 8 Monaten nochmal so etwas wie eine Schiene (kann Orthopädische Schuhe mit anziehen).

Dominik hat seit letztem Jahr diese komische Schiene, wo er überhaupt nicht mit klarkommt. Was ich jetzt schreibe wird Ihnen sicher nicht gefallen, aber ich habe mit der KG aufgehört.

Meiner Meinung nach war die KG nicht ganz bei der Sache wenn sie mit Dominik übte, und dann wurden nur die Übungen gemacht die ich auch zu Hause mache, und dann wurden die Termine von jeden Tag auf alle 2-3 Wochen gelegt. Das war mir zu blöd, so das ich mit Rücksprache des Arztes auf die Gänge dorthin verzichtete. Ich mache seitdem wenn es der Kleine erlaubt jeden Tag KG. Er läuft auch seit dem 28.Oktober 2003 wie eine eins! Nun zu meiner Frage: Ich muß noch alle 3-4 Monate zur Kontrolle in die Uni-Klinik Köln (dort auch OP) und mir wird jedesmal gesagt der Fuß sähe gut aus. Nur ich bin ganz anderer Meinung, denn wenn der Kleine diese blöde Schiene anhat (er darf sie laut Uni nur 2 Stunden am Tag ausziehen) kann er nicht richtig laufen und der Fuß unten drunter ist jedesmal blutig und offen, so das ich Panthenol anwenden muß. Dann lasse ich die Schiene aus, auch über Nacht, weil es dem kleinen Schmerzen bereitet und er in seiner Motorik eingeschränkt ist. Er spielt schon jetzt leidenschaftlich Fußball, geht aber nicht, wenn er die Schiene trägt, er fällt hin. Und dann kann ich ihm nur die orthopädischen Schuhe anziehen wegen der Schiene. Der KF war von Anfang an nicht schlimm. Kann ich ihm nicht auch normale Schuhe anziehen? Denn darin läuft er bedeutend besser und er fällt auch nicht hin. Ich möchte aber auch nichts Falsch machen. Gibt es nicht noch eine andere Möglichkeit den Fuß zu korrigieren, z.b.ein Schuh den er nur Nachts tragen muß!? Wenn Dominik steht, geht der Zeh nach innen. Der Arzt (Uni) sagt, das wäre normal! Bin ich mit Dominik wirklich in guten Händen? Ich fange langsam an daran zu zweifeln. Am 5.5.2004 habe ich den nächsten Termin zur Nachkontrolle und er wird bestimmt eine neue Schiene bekommen, denn diese ist zu klein geworden. Soll ich was sagen, hinsichtlich der Schiene und meiner Meinung? Ich habe schon mit anderen Müttern gesprochen, und die konnten das mit der Schiene überhaupt nicht verstehen. Vielleicht liegt es auch daran, das Dominik nur 1 KF hat!? Kann er auch normale Schuhe tragen, was sagen sie????? Es tut mir in der Seele weh, wenn er die Schiene trägt und vor Schmerzen nicht laufen kann, aber das muß sein, so der Arzt. Im Moment tue ich das, was für meinen Sonnenschein gut ist, ich lasse ihm die Schiene aus und mache mit ihm aber öfter KG. Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen, denn zu Ihnen habe ich VERTRAUEN, sie haben jahrelange Erfahrung mit Kindern und wissen im Gegensatz zu anderen, was sie sagen und tun!!

 

Antwort:

Sie haben recht; es gefällt mir nicht, das Sie mit der Krankengymnastik aufgehört haben. Ich denke das es sehr wichtig für Ihren Sohn wäre ihn krankengymnastisch lange Zeit zu begleiten. Natürlich ist es ebenso wichtig das Sie sich bei dem Kollegen in guten Händen fühlen. Deshalb würde ich vorschlagen noch einmal das Gespräch mit der Ihnen bekannten Praxis zu suchen oder auch in gemeinsamen Gespräch mit Ihrem Arzt einen anderen Therapeuten zu suchen. Dies würde ich Ihnen auch im Bezug auf die Schiene raten. Ich kenne nun Ihre Schiene nicht . Aber Sie sprachen von Druckstellen die sogar blutig waren und dies läßt weder auf eine gut passende noch auf eine gut gepolsterte Schiene schließen.

 

Im Gespräch mit Arzt und Physiotherapeut und auch mit anderen betroffenen Eltern ist doch sicherlich noch eine bessere Versorgung eventuell in einem anderen Haus zu finden. Beispiele wären hier: Vierbaum Orthopädie in Wiehl spezialisiert auf Kinder oder andere. Ich kann mir vorstellen das es bei solch vielen Angeboten der Ärzte mit verschiedenen Operationstechniken, der Krankengymnasten und orthopädischen Versorgungen oft ein schwieriger Weg ist den man geht. Allerdings werden Sie je länger Sie sich mit der Diagnostik und der Therapie auseinandersetzen immer besser informiert . Mein Tip: Holen Sie sich immer mehrere Meinungen ein und vergleichen Sie sie (aber auch nicht zu viel!). Am Ende bestimmen Sie sowieso den Weg. Ich bin mir sicher Sie finden ihn.


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29. Februar 2004

Ich bin Podologin und absolviere den Lehrmeisterkurs (Höhere Fachprüfung) Teil dieser Ausbildung ist das Schreiben einer Facharbeit. Meine Frage: wie läuft eine Gymnastiktherapie ab und wie lange dauert eine solche Behandlung? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir evtl auch noch Quellen oder Literaturangaben geben könnten.

 

Antwort:

So einfach wie Ihre Frage klingt ist sie leider nicht zu beantworten. Eine physiotherapeutische Therapieeinheit dauert je nach Verordnung und Krankheitsbild des Patienten unterschiedlich lange. Unsere Aufgabengebiete sind sehr weit gefächert und je nach Zusatzausbildung des Therapeuten und Verordnung des Arztes kann dies zwischen 15 und 60 Minuten durchaus variieren. Es besteht ein ganzer Katalog über die Dauer der Therapie und deren Maßnahmen auf die jeweils bestehenden Krankheitsbilder unserer Patienten bezogen. Bitte wenden Sie sich doch an die Deutsche Angestelltenakademie in Gummersbach oder in Siegen. Dort kann man Ihnen sicherlich detailliert weiterhelfen.


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15. Januar 2004

Mädchen, 3 Jahre alt; Bobath-Therapie; Behandlung einer Spastik mit Spitzfuß beider Beine; Geistig normal.

Ist vielleicht eine neuartige Therapie besser, da wir sehr ungeduldig sind und unsere Tochter noch besser laufen könnte, oder wäre vielleicht eine OP beider Beine das Richtige!

 

Antwort:

Sie beschrieben die Diagnose Ihrer Tochter mit Spastik beider Beine und Spitzfußstellung der Füße. Ebenso wie bei der Behandlung eines reinen Klumpfußes gibt es auch in Ihrem Fall keine Therapieform die sich auf das Krankheitsbild Ihrer Tochter ganz speziell bezieht. Es gibt nur solche die sich bei Kindern bewährt haben. Diese sind unter anderem die Therapie nach Bobath oder Vojta, ebenso eventuell die Osteopathie (wird auch zum Teil von Physiotherapeuten ausgeführt; ist aber in Deutschland nur in Verbindung mit der Ausbildung zum Heilpraktiker zugelassen). Auf jeden Fall ist es wichtig bevor Sie Schritte unternehmen, sich mit Ihrem interdisziplinären Team (Arzt, Physiotherapeut und Orthopädietechniker) zu unterhalten. Von übereilten Operationen halte ich nichts. Ich denke Ihr Arzt wird über Vor-und Nachteilen mit Ihnen sprechen.


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9. Januar 2004

Sohn, 4 Monate alt; mäßig gerader KF rechts - 12 Wochen Gips - danach Wickel- und Dehntechnik nach Zukunft-Huber (3xtäglich dehnen und wickeln, über Nacht bleibt das Füßchen gewickelt).Ergänzend jetzt 1x wöchentlich KG (Bobath)- diese KG wende ich zusätzlich ca. 2xtäglich bei Lucas an ( Ballübung). Lt. Dr. Correll / BZ Aschau ist keine OP notwendig, höchstens eine Achillessehnen-Verlängerung, aber das ist auch noch nicht sicher...

Kann man evtl. mit Osteopathie die konventionelle Behandlung ergänzen?

 

Antwort:

Wie ich sehe sind Sie in den besten Händen und werden sicherlich dort äußerst gut beraten. Meiner Meinung nach ist jede fortbildende Therapie eine Bereicherung. Jedoch würde ich dies auch mit der Therapeutin Ihres Sohnes besprechen, da der Bereich der Osteopathie auch in den Fortbildungsbereich von Krankengymnasten fällt. Zu viele verschiedene Therapeutenhände halte ich hingegen nicht für sinnvoll. Bitte sprechen Sie doch mal mit Ihrem behandelnden Arzt und Therapeuten darüber. Die Osteopathie ist ebenso wie die Manuelle Therapie sicherlich eine gute Ausbildung für die Behandlung von Klumpfüßchen.


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6. Oktober 2003

Sohn, 8 Wochen alt, seit ersten Tag Gips wegen Klumpfüßchen, ab 2 Woche Spreizhose wegen leichter Hüftdysplasie (ist aber bereits wieder ab nach 6 Wochen), seit ca. 3 Wochen KG nach Voijta. Evtl. steht uns noch eine OP bevor.

Da wir auf diesem Gebiet noch ziemlich unsicher sind, habe ich eigentlich erst einmal eine eher allgemeine Frage: Wo liegt der ganz konkrete Unterschied von Voijta zu Bobath und Zukunft-Huber? Was sollte wann angewendet werden? Welcher Vor- und Nachteile oder Strapazen sind das für unser Kind?

 

Antwort:

Das Sie unsicher sind, ist ganz normal, aber Sie werden merken das, je länger Sie sich mit dem Thema beschäftigen umso durchsichtiger wird es für Sie. Die komplette Beschreibung der Therapieformen würde für mich jetzt hier den Rahmen sprengen. Aber ein Tip: Im Internet finden Sie die konkrete Beschreibung dieser physiotherapeutischen Zusatzausbildungen und auch deren Wirkung aufs Kind. Wenn Sie auf die Website von Frau Zukunft-Huber gehen finden Sie tolle Buchvorschläge ohne medizinische Fachwörter, die immer nur noch mehr verunsichern. So, nun aber zur direkten Beantwortung Ihrer Frage: Jede von Ihnen genannte Behandlungsform hat sich seit langer,langer Zeit bewährt. Von der Form der Anwendung her sind sie verschieden, aber alle berücksichtigen die Gesamtentwicklung Ihres Kindes was ich für sehr wichtig halte. Die Therapeuten (insb. Bobath-und Vojta-) sind ganz speziell geschult und haben ein gutes Auge und Erfahrung. Wichtig ist aber das Sie mit der Therapieform auch zurechtkommen, denn sie ist nur wertvoll für Ihr Kind wenn Sie es zu Hause weiterführen können. Weder Bobath, noch Vojta, noch die Therapie nach Frau Zukunft- Huber kann sich schlecht auf Ihr Kind auswirken oder ist besser oder schlechter als die andere. Sollten Sie sich mit der bisherigen Behandlungsform nicht gut fühlen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Therapeuten und Ihrem behandelnden Arzt. Gemeinsam werden Sie einen Weg finden. Fragen Sie uns Löcher in den Bauch. Sie sind auf einem guten Weg. Wichtig ist eine kontinuierliche Therapie (den der Fuß muß gut bleiben), ein interdisziplinäres Team (Arzt,Therapeut und Eltern) , gute orthopädische Versorgungen und einen langen Atem.


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20. September 2003

Sohn, 9 Wochen alt; Aufgrund eines Sichelfußes links und eines Klumpfußes rechts Gips nach 5 Tagen. Nach 6 Wochen links 1 Woche gipsfrei. Jetzt nach 9 Wochen, als Versuch, beide Beine gipsfrei. Laut Orthopädin Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss und Krankengymnastin Fr. Kruppa aus Neuss sehen die Füße gut aus. Meiner Meinung nach müssten wir irgendein orthopädisches Hilfsmittel haben, entweder für nachts oder auch tagsüber, welches die Füße bzw den rechten Fuß in dieser Stellung hält um ein erneutes Gipsen zu vermeiden. Laut Orthopädin ist Jost für Schienen in der Nacht zu klein. Von Fr. Kruppa habe ich einmal etwas von Bebax-Schuhen gehört. Können Sie mir etwas empfehlen?

 

Antwort:

Ich kenne Frau Kruppa und denke, Sie sind dort in sehr guten Händen. Trotz das ich Ihren Sohn nicht kenne, kann ich Ihre Meinung gut nachvollziehen und halte eine zumindest nächtliche orthopädische Versorgung im Falle eines Klump-,sowie eines Sichelfußes für angebracht. Sicherlich gibt es die Möglichkeit bei sehr gut entwickelten Füßchen (worüber ich mich sehr freue) die Situation zu beobachten oder zusätzlich eine Nachtlagerungsschiene nach Gipsabdruck für den Klumpfuß und einen Ipossichelfußkorrekturschuh (meiner Ansicht nach möglichst dynamisch) verordnen zu lassen. Allerdings muß ich immer dazu sagen das ich die Füße Ihres Sohnes und deren Genesungsverlauf nicht kenne und möchte Sie daher bitten immer in Kontakt mit den behandelnden Ärzten und Frau Kruppa zu bleiben.


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20. Juli 2003

Sohn, 3 Wochen alt, Gips vom ersten Tag an, erst tageweise dann eine ganze Woche und seit Montag Gipsbandagen mit massieren des Sichelfußes 2 mal am Tag. Ab Montag sollen wir mit Krankengymnastik beginnen.

Laut Dr. Metke (Gemeinschaftspraxis mit Dr Benda-Schäfer in Stuttgart) ist Vojta zu anstrengend in diesem Alter, er empfiehlt nach Bobath. Können Sie dies bestätigen oder hätten wir dadurch Nachteile?

 

Antwort:

Laut meines Wissens haben weder die Bobaththerapie noch die Vojtatherapie negative Auswirkungen auf die zu behandelnden Kleinen. Sicherlich machen Sie, egal mit welcher der beiden Therapieformen Sie beginnen, alles richtig. Dieses sind spezialisierte Kindertherapeuten die sich bestens mit der Entwicklung Ihres Kindes und seiner Füße auskennen. Ein kleiner Tipp: Fragen Sie zusätzlich die Therapeuten ob Sie nach Frau Zukunft-Huber arbeiten. Diese Dame hat sich intensiv mit der Therapie des kindlichen Fußes befasst. Außerdem halte ich dynamische Sichelfußkorrekturorthesen und/oder Wickeltechniken nach Frau Zukunft-Huber für sehr wichtig (auch um das gute Ergebniss zu erhalten).

Literatur darüber finden Sie im Internet.


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23. Juni 2003

Sohn, 2 Jahre alt, Bobath, SI, Ergo, Craniosakrale.

Können Sie mir den Unterschied zwischen Kinderbobath und Erwachsenenbobath erklären? Wie lange dauert die jeweilige Ausbildung?

 

Antwort:

Das Prinzip des Erwachsenenbobathkurses und des Kinderbobathkurses ist das Gleiche, da die Therapieform von dem Ehepaar Bobath entwickelt wurde. Es gibt aber in der Neurologie und dem Entwicklungsstand zwischen Kindern und Erwachsenen große Unterschiede. Daher wurde der Kurs sinnvollerweise für Kinder- und Erwachsenentherapeuten getrennt. Ich habe meinen Bobathkurs in den Niederlanden absolviert, daher kann ich Ihnen die Frage nicht direkt beantworten. Sie werden aber in den nächsten Tagen eine Antwort von mir erhalten an welche zentrale Bewerberstelle man seine Bewerbungsunterlagen für einen Bobathkurs senden muß. Die Dauer des Kurses ist unterschiedlich. Je nach Ausbildungsort wird in Blöcken von mehreren Wochen gearbeitet , in anderen nur an den Wochenenden. Wenn sie mir einen genauen Ort nennen werde ich mich gerne für Sie erkundigen.


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8. April 2003

Unser Sohn ist jetzt 3 Tage und hat einen Klumpfuß rechts. Wir waren heute im Winterkrankenhaus in Saarbrücken, Saarland. Er bekam einen Gips

Nun sind wir im Raum Saarbrücken und Umgebung auf der Suche nach einer Krankengymnastik für Säuglinge. Wie erkenne ich, ob sie wirklich spezalisiert sind für Säuglinge da soll es ja Unterschiede geben?

 

Antwort:

Krankengymnasten sind zunächst wie auch Ärzte allgemeinmedizinisch ausgebildet. Im Laufe der Zeit spezialisieren sich Kollegen z.B. auf die Säuglingstherapie. Diese Therapieformen sind beispielsweise die Therapie nach Bobath, Vojta, Babara Zukunft-Huber, ebenso Teile der Osteopathie, Craniosacraltherapie und Manualtherapie... Zur Zeit werden auch neue Therapieformen aus dem Ausland am Beispiel von Frankreich (Dimeglio) angeboten. Diese haben sich aber in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Keine dieser in Deutschland bekannten Therapieformen ist speziell nur für Säuglinge mit Klumpfüßchen entwickelt, jedoch eine Therapeutin zu finden die sich mit einer der ersten drei genannten Therapieformen, insbesondere der Technik von Frau Zukunft-Huber wäre sehr wertvoll. Ich werde mich bis Montag mit Kollegen in Verbindung setzen um Ihnen im Raum Saarbrücken weiter zu helfen.


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5. Februar 2003

Sohn, 6 Monate alt; 4 Monate Gipse, Wechsel 2x wöchentlich; 11 Wochen KG, anfangs 2x pro Woche, jetzt nur noch 1x, Nachtlagerungsschienen

Als das Thema KG aufkam, meinte unser Arzt, es müsse auf jeden Fall nach Voijta therapiert werden. Ich bin zu einer mir bekannten Therapeutin gegangen, die aber nur Bobath macht. Laut Arzt geht das nun doch.

Was ist genau der Unterschied? Und ist das tatsächlich egal, welche Therapie angewendet wird?

 

Antwort:

Es gibt sehr viele krankengymnastische Therapiemöglichkeiten um Kindern mit Klumpfüßchen vor und nach einer Operation zu behandeln. Die bekanntesten und in Deutschland auch renomiertesten Therapieformen sind Bobath, Vojta und die Therapie nach Babara Zukunft- Huber. In erster Linie geht es immer um das jeweilige Kind. Wie verträgt es zur Zeit die Therapie ? Komme ich mit dieser Therapie beim Kind an? Dies ist wichtig um den Erfolg zu garantieren. Je nach Entwicklungsstufe wechseln emotionale- und auch körperlichen Umstände . Deshalb ist es sicherlich von Vorteil einen Therapeuten zu haben mit mehreren Zusatzausbildungen, der optimal auf Ihr Kind eingehen kann. Wichtig ist in jedem Fall regelmäßig auch zu Hause die Therapie fortzusetzen und mit orthopädischen Hilfsmitteln, wie bsp. Nachtschienen und Einlagen oder ähnlichem zu unterstützen.Die genannten Therapien haben jede für sich keinerlei Nachteile oder Vorteile für Ihr Kind ; alle zusammen jedoch sind sie optimal.


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22. Januar 2003

Sohn, 15 Monate alt; Klumpfüße beidseitig, ab 1. Tag Gipse, OP Mai 2002 nach Cincinnatti, 6 Wochen Gips, ca 10 Wochen Motorschiene, Nachtlagerungsschienen, tagsüber auch Schienen, seit Anfang Januar läuft er.

Seit der OP machen wir KG nach Voijta. Ich versuche dies zu Hause so gut ich kann, leider schaffe ich es nicht immer jeden Tag. Seit Anfang an hat Tim sich sehr stark und auch lauthals dagegen gewehrt, so daß selbst die KG manchmal Schwierigkeiten hatte, Ihn einige Sekunden zu halten. Wir machen die Päckchenstellung. Nun ist es so das ich ihn zu Hause gar nicht mehr gehalten bekomme, nicht mal eine Sekunde. Leider sind die Gegebenheiten bei uns zu Hause auch sehr schlecht. Den einzigen hohen Tich den wir haben ist ein kleiner Glastisch, der mir eigendlich für die KG zu niedrig ist. Bei der Übung lege ich immer eine Decke auf den Tisch damit es nicht zu hart ist, leider rutscht die Decke permanent weg weil Tim sich so wehrt. Auf der Liege in der Praxis klappt es besser. Gibt es nicht andere Übungen bei denen man nicht einen hohen Tisch braucht?

 

Antwort:

Sicherlich gibt es noch andere Therapieformen. Allerdings wissen Ihre Ärzte und behandelden Therapeuten was für Ihr Kind momentan die beste Therapieform ist.

Wenn dies die Vojta Therapie ist, sollten Sie versuchen zu Hause möglichst einen guten Arbeitsplatz zu schaffen, da diese Therapie auch von Ihnen täglich durchgeführt werden sollte. Bitte sprechen Sie doch Ihren behandelden Arzt oder Krankengymnasten einmal auf Ihre Schwierigkeiten an und fragen, ob auch Therapieformen nach Bobath oder Zukunft-Huber in Frage kommen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und stehe für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung. Setzen Sie sich bitte nicht unter zu großen Druck, Sie sind in erster Linie Mutter und geben sicherlich Ihr Bestes.


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