Begonnen wird mit dem Hohlfuß. Wegen der noch sehr weichen Sehnen bei einem Neugeborenen lässt sich diese Fehlstellung leicht korrigieren. In der Regel sind dazu nur wenige Behandlungen erforderlich, bei denen der Fuß im Gips sowohl in der Sichelfuß, wie auch in der Spitzfußstellung verbleibt. Lediglich der Hohlfuß wird korrigiert.
Im zweiten Schritt kann der Fuß dann vorsichtig nach "außen" geführt werden, denn Mittel- und Rückfuß liegen nun in der selben Ebene. Der gesamte Fuß wird durch Druck an einem der Mittelfußknochen nach außen gedreht. Dabei wird zunehmend der Vorfuß nach außen gebracht, um somit auch den Sichelfuß zu korrigieren und vor allem die korrekte Einstellung des Rückfußes (von Varus zu Valgus) zu erreichen.
Nach 6 bis 10 Gipsen ist in der Regel die weitgehende Korrektur erreicht.
Diese vorsichtige Redression erfolgt nach dem Prinzip der biomechanischen Koppelung. D.h. erst wenn ein Korrekturschritt erfolgt ist, kann der Nächste durchgeführt werden, weil sich sonst die Knochen gegenseitig "verkanten" würden.
Jetzt erst , bei korrigiertem Rückfuß wird im dritten Schritt der Spitzfuß redressiert. Wobei sich diese Komponente leider nur selten vollständig korrigieren lässt. Aus diesem Grund wird auch bei der Behandlung nach Ponseti an diesem Punkt des Therapieverlaufs eine vergleichsweise kleine Operation vorgenommen.











