Dieses Thema ist uns bekannt seit wir selbst vor vielen Jahren Frühamniocentesen in Ulm angeboten haben. Nachdem pupliziert wurde, dass nach Frühamniocentesen u.a. gehäuft Klumpfußfehlbildungen auftreten, haben wir das Frühamniocenteseangebot zurückgenommen. Unser frühester Fruchtwasserpunktionszeitpunkt ist seither die vollendete 13. Schwangerschaftswoche.
Dass nach Frühamniocentese häufiger Klumpfußfehlbildungen auftreten, war für uns sofort nachvollziehbar, da beengte Verhältnisse in der Gebärmutter als Ursache für Klumpfüße längst bekannt war und über die Fruchtwasserpunktion und das anschließende Fruchtwasserleck vorübergehende beengtere Verhältnisse für das Kind beobachtbar waren.
Wahrscheinlichkeit:
Die empirisch ermittelte Wahrscheinlichkeit nach einem Kind mit Klumpfuß wiederum eines mit Klumpfuß zu bekommen steigt auf das ca. 10-fache an, d.h. von ca. 0,1 % auf ca. 1% wenn ein Knabe betroffen ist und auf ca. 6% wenn ein Mädchen betroffen ist, wobei die Angaben verschiedener Autoren stark variieren. Bei direkten Nachkommen der Klumpfußträger beträgt die Wiederholungswahrscheinlichkeit ca. 3%.
Priska Hummel in Zusammenarbeit mit Dr. med. Michael Wolf, Facharzt für Humangenetik
Juni 2003







