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Fazit

Die KF-Therapie nach Ponseti ist allerdings nur erfolgreich, wenn die Behandlung auch wirklich konsequent über mehrere Jahre erfolgt.






In ca. 20 % der Kinder wird im weiteren Verlauf ein Versetzen des fußhebenden Muskels (M. Tibialis anterior) notwendig. Jedoch ist auch dies im Verhältnis ein sehr kleiner Eingriff, da im Gelenk selbst nicht operiert wird und somit das Zusammenspiel der einzelnen Fußgelenke nicht behindert wird.

 

Natürlich ist sie nur eine von mehreren möglichen Therapien, aber sie birgt den großen Vorteil, dass die Kinder keine größeren Operationen über sich ergehen lassen müssen und in der Folge auch keine Narbenverwachsungen im Gelenk entstehen. Andererseits werden Knochenfehlstellungen nicht immer komplett korrigiert. Mit anderen Worten: bei Ponseti steht die Funktionsfähigkeit des Fußes im Mittelpunkt, nicht die anatomisch korrekte Stellung im Röntgenbild der Fußbestandteile zueinander.

 

 




Dr. Ponseti mit einem KF-Kind

 

Tatsache ist, das die Behandlung nach Ponseti in Amerika mittlerweile großen Zulauf findet und die amerikanischen Studien belegen, dass sie mindestens ebenso erfolgreich wie andere Therapiekonzepte ist. Allerdings gibt es in ganz Europa bisher nur eine Handvoll Ärzte, die nach dieser Methode therapieren können. In Deutschland ist diese Therapiemethode auf dem Vormarsch und immer mehr Ärzte können sie anwenden.


Vielen Dank an Dr. med. Sinclair für die Hilfe bei diesem Artikel.

Iris Pott, August 2004

 

 

Publikationsliste:

 

Herzenberg JE, Radler C, Bor N Ponseti versus traditional methods of casting for idiopathic clubfoot. J Pediatr. Orthop 2002, Jul-Aug;22(4):517-21

 

Pirani S, Zeznik L, Hodges D Magnetic resonance imaging study of the congenital clubfoot treated with the Ponseti method J Pediatr, Orthop 2001 Nov-Dec; 21(6):719-26

 

Cooper DM, Dietz FR; Treatment of Idiopathic Clubfoot JBJS 77(A), No.10, October 1995, 1477-89

 

 

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