Im Kindesalter sollten Einlagen keine große Rolle spielen. Es gibt bisher auch noch keine Studie, die nachweisen kann, dass Einlagen bei Kindern zu einer Verbesserung führen. Ganz im Gegenteil gibt es Studien, die belegen, dass Vergleichsgruppen ohne Einlagen eine bessere Gewölbeausprägung zeigten, als die Vergleichsgruppen mit Einlagenversorgung.
Einlagen haben im medialen Bereich eine Erhöhung, die zu einer negativen Beeinflussung auf die Zuggurtung im Fuß führt. Auch ist durch diese Erhöhung, ein Abrollen über den Belastungsstrahl (Talus, Kuneiforme1 und Metartarsale 1) nicht mehr möglich. Und meistens wird durch die Innenranderhöhung der Fuß in die supinatorische Säuglingsstellung gedrängt und verhindert das Training der Gegenspieler. Insgesamt erschwert eine Einlage den Abrollvorgang, genau wie zu harte Schuhsohlen. Beides zusammen, wäre wie laufen auf einem Brett.
Viele Dinge, die bei einem Erwachsenen als krankhaft gelten, sind bei Kleinkindern normal. Sie gehören zur normalen Gestaltumwandlung des Beines im Rahmen der kindlichen Entwicklung. Wie das anfänglich nicht existierende Fußgewölbe, der breitbeinige Gang bei Laufbeginn, O-Beine und später X Beine gehören genauso zur Entwicklung, wie der nach innen gedrehte Gang bis zum Alter von 2,5 Jahren.
Einlagen sind somit nicht sinnvoll.
Anders sieht es bei angeborenen Fußdeformitäten aus, die eventuell nicht vollständig korrigiert wurden. Dann verwendet man meist Einlagen um Restdeformitäten, wie zum Beispiel einen Sichelfuß, zu korrigieren. Dies ist in vielen Fällen sinnvoll, muss aber auch ganz individuell den Beschwerden angepasst werden.
Weiter:
Flexibilität des Schuhs
Anfertigen einer Pappschablone
Einlagen
In Kürze
Fazit







