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Informationen und Austausch zum Thema Klumpfuß
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3. November 2006

Tocher, 5 Wochen alt; Nach der Geburt 1 Woche Unterschenkelgips, 3 Wochen Gips einschl. Oberschenkel von einer Klinik, die OP's an KF durchführt, 1 Woche Gips nach Ponseti-METHODEUnsere Therapeutin sagte mir, nachdem ich von der Ponseti-Methode zu erzählen begann, während der KG müsse die Alfa-Flex-Schiene aber abgenommen werden. Das schien mir nicht ok zu sein, da die Schiene in den ersten 3 Monaten ja 23 STd. getragen werden muß. Hat meine Therapeutin damit recht? Und sollte die Schiene während der KG doch angelegt bleiben: Ist die KG nach Vojta damit überhaupt möglich oder müssen wir das dann aussetzen? Und später ggf. weiterführen?

 

Antwort:

Sollte ihr Orthopäde Krankengymnastik für notwendig halten, so kann die Schiene für diese kurze Zeit sicher abgenommen wearden. Da gehen sie kein Risiko ein. Es bleibt jedoch die Frage ob die KG wirklich notwendig ist, denn wenn sie auf die meisten Zentren schauen die die Ponseti Methode seit Jahren oder Jahrzehnten anwenden, so ist KG nicht Bestandteil der Behandlung. Ich selbst habe auch in nur absoluten Einzelfällen KG verordnet. Bei normalem Verlauf ist dies nicht notwendig. Die Beweglichkeit des Fußes wird durch die Gipsbehandlung erreicht und mit der Schiene bis zum Alter von 4 Jahren erhalten. KG, insbesondere Vojta ist nicht notwendig und stresst das Kind unnötig.


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8. Juni 2006

Vielleicht können Sie sich an uns erinnern. Es ist sehr traurig, dass Sie in Hamburg aufgehört haben, wir beziehen aber noch die Schiene von Herrn Hoffmann.Wir möchten Ihnen nochmals für alles, was Sie für unseren Sohn und uns getan haben bei Ihnen bedanken.

Er ist jetzt bei Frau Dr. Helmers in Behandlung und trägt seit 2 1/2 Monaten nur noch nachts die Schiene. Er hat keine Sichelfüße und er läuft wie ein Weltmeister.

Vielen, vielen Dank und alles Gute für Ihren weiteren Erfolg, vielleicht verschlägt es Sie ja doch noch mal nach Deutschland.Sie haben uns eine große Sorge mit Ihrer nochmaligen Korrektur vom Herzen genommen.

Toller Arzt!!!! Danke.

 

Antwort:

Herzlichen Dank für die Blumen. Ich freue mich, dass es Ihrem Sohn gut geht!


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6. Juni 2006

Sohn, 3 Monate alt, Gips nach Ponseti bis zur 6 . Woche, dann anlegen der Schiene, diese passte nicht, der Gips wurde für eine Woche abgelassen, Schiene passte immer noch nicht, somit wurde der Gips insgesamt für 2 Wochen abgelassen und der Fuß war schon nach der ersten Woche in seiner Ursprungsstellung. Dann sollte die Schiene angelegt werden. Wir haben dann einen Arztwechsel vorgenommen und dieser Arzt fing mit den Gipsen wieder von vorne an.

Hätte es unserem Kind nicht viele Schmerzen verursacht, die Schiene nach 2 Wochen gipsfreier Zeit anzulegen?

 

Antwort:

Ihr Instinkt hat sie hier nicht betrogen. Der Fuß muss komplett korrigiert sein bevor er in die Schiene gebracht wird. Dies ist auch ein Hauptgrund weshalb die Alfa Flex Schiene in den Foren so schlecht wegkommt. Die Schiene ist da, um die bereits erzielte Korrektur zu HALTEN, nicht zu korrigieren. Der Fuß muss also in eine überkorrigierte Stellung ( nämlich 70 Grad "Außendrehung" durch Gipsen gebracht werden. Erst dann kann man nötigenfalls die Achillessehne durchtrennen ( in den meisten Fällen) und nach weiteren 3 Wochen den Gips anlegen. Alles andere wird nicht funktionieren. Den Fuß über eine längere Zeit aus dem Gips zu lassen führt genau zu dem ,was Ihnen passiert ist. Es genügen oft schon 1 bis 2 Tage ohne Gips um den Fuß wieder in die Klumpfusshaltung "rutschen' zu lassen.Wichtig ist die volle Korrektur, vorher ist an Schiene nicht zu denken. Und Schmerzen in der Behandlung gehören absolut nicht dazu.


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3. Mai 2006

Frau, 22 Jahre alt; Sprunggelenkversteifung, Sehnenverlängerung, Korrektur von Knochenfehlstellungen, ... (über 6 OPs)

Meine Freundin hat seit der Geburt an sehr stark ausgeprägte Klumpfüsse. Sie klagt über permanente starke Schmerzen. Wir würden gerne etwas gegen diesen Dauerschmerz unternehmen. Sie hat schon Akupunktur versucht, was ihr sehr gut getahen hat, doch auch die Kosten werden mittlerweile nicht mehr von der Krankenkasse übernommen... Können Sie vielleicht weitere Behandlungesmethoden gegen solche Schmerzen empfehlen? In wie fern darf die Krankenkasse die Zahlung verweigern wenn Dauerschmerzen vorhanden sind und die Akupunktur schon deutliche Schmerzlinderung gezeigt hat?

 

Antwort:

Das Problem, welches sie beschreiben ist leider nicht selten. Insbesondere bei mehrfach operierten Füßen. Dies ist ja auch letztlich der Grund, weshalb heute konservative Ansätze in der Klumpfussbehandlung an Anerkennung gewinnen. Um ihre versicherungstechnische Frage vorweg zu beantworten. Ob eine Akupunktur bezahlt wird oder nicht, hängt letztlich von der Art und Umfang Ihrer Versicherung ab. Ich glaube, dass als Privatversicherter dies abgedeckt ist. In der gesetzlichen KV gibt es in vielen Kassen einen Zuschuss. Ich würde Ihnen empfehlen dies mit Ihrer Versicherung zu klären. Sicher kann und sollte auch der behandelnde Akupunkteur Ihnen zur Seite stehen, da er dieses Problem sicherlich kennt.

Ob eine weitere Operation helfen würde ist nach den vielen vorangegangenen Eingriffen schwierig zu beurteilen. Anhand von aktuellen Röntgenbildern könnte vermutlich die Ursache der Beschwerden erkannt werden, so zeigt häufig ein Mittelfussgelenk vermehrte Arthrosezeichen (auf Grund der initialen Deformität und der vielen Operationen). Manchmal kann die Versteifung eines kleinen Fussgelenkes hier der Schmerzsymptomatik Abhilfe schaffen. Auch sollte eine neurolog. Beurteilung erfolgen, um auszuschliessen das die von Ihrer Freundin beschriebenen Schmerzen durch einen eingeengten Nerv entstehen. Dies ist nach 6 Operationen auch eine mögliche Ursache.Lässt sich keine Ursache finden, dann würde ich letztlich von einer Operation abraten, denn ein Misserfolg wäre dann sehr wahrscheinlich. In diesem Falle müsste man alle Register der Orthopädietechnik ziehen und entsprechendes Schuhwerk fertigen. Durch individuelle Schuhe lassen sich die Beschwerden häufig positiv beeinflussen.


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22. März 2006:

Sohn, 6 Monate alt; Unser Sohn, bds. Klumpfüße, wurde vom 1. Tag nach Ponseti behandelt, wöchentl. O-Gipswechsel, 8. Woche Achillessehnendurchtr.,3 Wochen Gipse, seit fast 4 Monaten Alfa-Flex-Schiene. Bei der letzten Kontrolluntersuchung wurde davon gesprochen, daß evtl. eine weitere OP notwendig ist (Achillessehnenverlängerung, evtl. "Eingriff an Kapsel"), da die Fersen noch nicht tief genug ständen. Unter seinem Fersenknochen befindet sich etwa eine 4-5 Millimeter dicke Haut/Fettschicht.

 

Führt die Ponseti-Methode nicht immer zum vollen Erfolg, so daß doch weitere OPs notwendig sind?

Ist eine weitere OP notwendig?

 

Antwort:

Wichtig ist wieviel Dorsalflexion da ist. Dies bedeutet wie weit der Fuß im Sprunggelenk nach oben gebracht werden kann. Wenn dies ca 10 Grad oder etwas mehr ist, dann würde ich in keinem Fall operieren. Das etwas weiche Fersenpolster ist bei den Ponseti Füßen überhaupt nicht ungewöhnlich. Wichtig ist dass der Rückfuß komplett korrigiert wurde (Das nach Aussen bringen des Fußes auf ca 70 Grad) und dass die Achillessehne beim ersten mal auch wirklich durchtrennt wurde. (Das sind so die Fehlerquellen die es gibt). Die Erfahrung aller ist, dass sich das weiche Fersenpolster mit der Zeit gibt. Meist erst nachdem die Kinder einige Zeit stehen können. Es hat NICHTS mit der Funktion des Fußes zu tun.

 

Nur wenn der Fuss KEINE Dorsalflexion hat besteht ein Problem. Meist ist es jedoch dann ein Fehler in der Behandlung. Nur sehr wenig Füße sprechen nicht ausreichend auf die Ponseti Behandlung an (ca 5 %).

 

Gerne können sie mir digitale Bilder der Füße schicken, wenn Ihnen das hilft.

Eine Operation ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg. Ich kann es aber letztlich nicht sicher sagen, ohne einen Eindruck bekommen zu haben. Eine zweite Achillesehnendurchtrennung ist meist eher enttäuschend in ihrer Wirkung und so kurz nach der Ersten nicht zu empfehlen.

 


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23. Januar 2006:

Sohn, 3 Jahre alt; Klumpfuß rechts, ab 3. Lebenstag Redressionsgipse bis zur OP im Alter von 3 Monaten (Achillessehnenverlängerung, Arthrolyse, Verlängerung der Tibialis posterior- und der Flexor hallucis-Sehne), Klumpfuß-Orthese zunächst ständig, ab ca. 6. Lebensmonat stundenweise, ab 1. Lebensjahr nur noch nachts bis zum 2. Lebensjahr. Schuhversorgung: zunächst Antivarus-Schuhe mit 3-Backen-Einlage, seit ca. einem halben Jahr Normalschuh mit flexibler Einlage. Krankengymnastik nach Vojta im Alter von 6 Monaten bis 2 1/2 Jahren. Jetzt KG nach Bobath 2 x wöchentlich + tägliche Übungen zu Hause Vor ca. 4 Wochen wurde bei unserem Sohn eine Valgus-Stellung des rechten Knies diagnostiziert. Unser Orthopäde würde "normalerweise" zur Korrektur eine Schiene verordnen, da diese aber wohl auch am Fuß befestigt würde und unser Sohn sich damit auch nicht ganz normal bewegen könne, rät er im Moment davon ab um die bisher sehr erfolgreiche Klumpfuß-Behandlung nicht zu gefährden. Er hat weiterhin KG (mindestens bis September 2006) verordnet, um die gesamte Beinmuskulatur zu stärken. Eine Korrektur des Knies hätte Zeit, bis unser Sohn 6-7 Jahre alt sei.

Nun unsere Frage: Schadet eine Korrekturschiene für das Knie dem Klumpfuß ? Und wird eine Behandlung dieser Valgus-Stellung mit zunehmendem Alter nicht immer schwieriger?

 

Antwort:

Eine Valgusfehlstellung im Alter von 3 Jahren ist in den meisten Fällen physiologisch. Die Beinachse verändert sich während des Wachsums stark. So sind die Achsen beim z.B. 1 Jährigen häufig varisch, also im Sinne eines O-Beines. Dies geht zunehmend in ein x über. Den "Zenith" des X-Beins durchschreiten die Kinder eben im Alter von 3 bis 4 Jahren. Viele X-Beine in diesem Alter sind also noch innerhalb der Standardabweichung und nicht dringend behandlungsbedürftig. Es erscheint daher prinzipiell nicht falsch mit der aktiven Behandlung noch etwas zu warten.


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11. Januar 2006

Sohn, 10 Wochen alt; Beidseitiger Klumpfuß, wurde 6mal gegipst und hat dann für 6 Wochen verstellbare Spezialschühchen bekommen die den Fuß begradigen sollen. Bekommt 2mal wöchendlich Krankengymnastik nach Voijta und ich mache 2-4mal am Tag mit ihm Übungen. Die Füße sehen schon gerader aus und sie lassen sich auch gut in die richtige Position massieren.

Meine Frage ist nun, reicht das aus, oder wäre es noch früh genug und auch sinnvoller jetzt mit der Ponseti-Methode weiter zu behandeln? An wen kann ich mich wenden, der nach dieser Methode behandelt, da ich gehört habe, das sie ab Februar nicht mehr im Land sind.

 

Antwort:

Es scheint ja, dass die Therapie bei Ihrem Kind ein gutes Ergebnis erbracht hat. Nach der Ponseti- Behandlung ist immer eine Überkorrektur zu erstreben, da sonst ein Rezidiv viel häufiger auftritt. Vergleichen sie dies mit einem Gummiband, das nach dem Loslassen wieder in seine ursprüngliche Position möchte. Dehnt man das Gummiband übermäßig, so leiert es aus und die Rückstellkräfte sind geringer. In diesem Zusammenhang würde ich also in jedem Fall auf eine Überkorrektur drängen, um auch langfristig ein gutes Ergebnis zu erzielen. Empfehlen kann ich Ihnen auf diesem Wege keinen speziellen Kollegen, jedoch weiß ich, dass Herr Dr. Oliver Eberhardt am Olgahospital in Stuttgart als auch Frau Dr. Anja Helmers am Waldkrankenhaus in Berlin Spandau ausgedehnte Erfahrungen in der Ponseti-Behandlung gesammelt haben...


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9. Januar 2006

Lieber Herr Dr. Sinclair, ich war heute morgen zu überrascht, um angemessen auf ihren Umzug zu reagieren, Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich, auch im Namen von Timon, für die tolle Behandlung und die unproblematische Korrektur seines Fußes bedanken. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der neuen Aufgabe.

Herzliche Grüße Familie Wendt

 

 

Liebe Familie Wendt, auch mir tut es außerordentlich Leid dieses "Ponseti Projekt" in Hamburg zu beenden. Letztlich möchte man natürlich berufliche Herausforderungen gerne immer annehmen. Sollten sie weitere Fragen in Timons Behandlung haben, können sie mich immer über den Kontakt bei KF-info.de erreichen. Alles Gute


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