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Informationen und Austausch zum Thema Klumpfuß
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25. Dezember 2005

Ungeborenes; 21. Schwangerschaftswoche

Ich bin aus München, 42 Jahre in der 21. Schwangerschaftswoche. Bei einem Organfehlbildungsultraschall wurde bei meinem Kind ein Klumpfuß links diagnostiziert. Prognose günstig, kann wahrscheinlich mit Gipsschiene nach der Geburt behandelt werden. Aus verschiedenen Gründen soll ein Kaiserschnitt vorgenommen werden und mir wurde mitgeteilt, dass das Baby gleich nach der Geburt einen Gips benötigt.

Wird das im Krankenhaus vorgenommen und wenn ja, welches Krankenhaus ist am besten geeignet und wird dieser Gips von einem Facharzt angelegt ? Ich muß mich nun für ein Krankenhaus entscheiden, da ich davon ausgehe, daß der Eingriff direkt im Krankenhaus nach der Entbindung gemacht wird. Haben Sie eine Empfehlung?

Wo sollte ich die Nachsorge bzw. falls nötig einen chirurgischen Eingriff vornehmen lassen?

 

Antwort:

Wenn Sie aus München kommen, können Sie gerne zur Behandlung zu mir kommen. Ich bin Belegarzt in der Kinderklinik des Dritten Ordens in Nymphenburg, wo eine sehr gute Geburtshilfe ist. Sie können sich am besten direkt nach Geburt bei mir melden und wir können das Weitere besprechen; ich bin zwar nicht jederzeit abkömmlich, werde mich aber dann darum kümmern.


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1. November 2005

Sohn, 6 Jahre alt; Op Klumpfüße beidseitig incl. Z-Schnitt mit 5 Monaten (zusätzlich hatte er noch eine luxierte Hüfte, die mit 1 Monat operiert wurde). Zur Zeit 2x Krankengymnastik/Woche nach VoitaDie Füße haben sich sehr gut entwickelt, beim rechten kommt er allerdings nur auf 90 Grad.

Mein Sohn ist sehr agil, spielt Fußball usw.

Unser Orthopäde sprach von einer Quengelschiene, falls die 90 Grad bleiben sollten bzw. sich verschlechtern sollten. Evtl. könnte man auch noch mal eine Op in Betracht ziehen falls sich der Zustand verschlechtern sollte.

Meine Fragen:

1.) Wie oft kann man eine Achillessehnenverlägerung machen und würden Sie es bei 90 Grad empfehlen. (Mein Sohn hat keine Schmerzen und ist wie geschrieben sehr aktiv) Was halten Sie von der Quengelschiene ?

2.) Was kann man zusätzlich machen um die Achillessehne zu dehnen.

3.) Ich habe von MBT Schuhen gelesen. Wären diese auch bei Klumpfuß sinnvoll.

 

Antwort:

Die Achillessehne kann mehrfach verlängert werden, fraglich ist nur, ob allein das den gewünschten Bewegungsgewinn in diesem Fall bringen kann. Achillessehnen-Dehnungen sind anzuraten, bringen allerdings meist nicht viel, Schiene allein auch nicht (Schiene kann meist eine erreichte Beweglichkeit sichern, halten, diese aber nicht wirklich verbessern). Mit MBT habe ich bei Kindern und bei Klumpfuß keine Erfahrungen, kann mir nicht vorstellen, daß sie irgendeinen meßbarenGewinn bringen.


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8. Oktober 2005

Sohn, 6 Monate alt; 12 Wochen Gips anschliessend Oberschenkelschiene die tags und nachts getragen wird. Durch die Behandlung mit der Schiene ist es zu einem grossflächigen Unterschenkelkontaktekzem gekommen welches durch niedrig dosierte Cortisontherpie (Salbe) nicht verschwand. Haben Sie einen Rat?

 

Antwort:

Anderes Polstermaterial, bessere Belüftung durch Luftlöcher, wenn das nichts nutzt, Dermatologen fragen.


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16. März 2005

Tochter 9 Jahre alt, bei Geburt beidseitig KF. Behandlung am ersten Tag nach der Geburt mit Gips ca. 6 Monate.Danach nur am einen Bein Schiene für weiteres ca. 1 Jahr. Bis ca. 4 Jahre regelmässige Vorstellung beim Orthopäden - aber alles okay.

Nachdem meine Tochter "nur" die unterschiedliche Fußgröße als "Überbleibsel" der KF hatte, war für mich das Thema praktisch erledigt...

Nun hat sie im Sportunterricht - aber auch in der Freizeit - einige Probleme. Sie knickt häufig um, hält längere Laufstrecken mit dem Hinweis "Füsse tun weh" nicht durch, hat Probleme bei der Gymnastik etc. - und hat nun ziemliche Probleme mit dem Sportlehrer.

Nun meine Frage: Können diese Probleme ein Überbleibsel der Klumpfußzeit im Babyalter sein? Kann und soll ich hier weitere Untersuchungen anstreben, was könnte die Ursache dieser Probleme sein, bzw.was kann ich weiter tun ?

 

Antwort:

Es ist eher ungewöhnlich, daß - anscheinend gut korrigierte - Klumpfüße in diesem Alter Schmerzen machen. Andererseits sind Klumpfüße tendenziell immer vermindert belastbar, gegenüber dem "Normalfuß". Wirklich klären wird sich das Problem wohl nur durch die Vorstellung bei einem mit dem Klumpfuß vertrauten Orthopäden lassen.


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10. Januar 2005

Frau, 32 Jahre alt, selbst KF, OP mit 12 Monaten.

Ich ziehe in Betracht, mit dieses Jahr am Fuß operieren zu lassen, um einer weiteren Fehlbelastung und daraus resultierenden Schmerzen vorzubeugen. Mir hat man empfohlen, den "Coleschnitt" vorzunehmen. D.H. der ganze Fuß wird am Sprunggelenk keilartig durchgeschnitten, um die Beweglichkeit herzustellen und gleichzeitig eine Verlängerung des Beines sowie eine Begradigung der Ferse zu ermöglichen. Meine Frage - kennen Sie jemanden, der eine solche OP hinter sich hat?

Ich habe nur rechtsseitig einen Klumpfuß, der mir in der Vergangenheit auch nicht so große Probleme bereitet hat. Da ich schon immer sehr viel Sport gemacht habe - Joggen, Aerobic, Thai Bo, Step etc. bin ich mittlerweile aber leider an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr so "rumhopsen" kann, da ich in den Folgewochen dann nicht mehr schmerzfrei laufen oder stehen kann. Darüber hinaus hat man anhand von Röntgenaufnahmen festgestellt, dass sich bereits Arthrose gebildet hat (im Sprunggelenk). Ich bin ansonsten weitestgehend schmerz- und beschwerdefrei. Im Laufe von 32 Jahren arrangiert man sich eben auch mit gewissen "Einschränkungen", wie z.B. graziös eine Treppe hinunter zu gehen oder ohne Schuhe auf beiden Füßen gleichzeitig zu stehen.

 

Antwort:

Sie beziehen sich offenbar auf eine Fußwurzel-Korrekturarthrodese, wie sie z.B. der Orthopäde Cole beschrieben hat. Solche Eingriffe sind in ausgeprägten Fällen durchaus manchmal sinnvoll und können auch gute Ergebnisse erbringen. Sehr wichtig ist es, gerade beim Klumpfuß soviel wie möglich Restbeweglichkeit zu erhalten, also nicht oder nur weniger wichtige Gelenke zu versteifen und dabei immer bereits die Nachbargelenke mitzuberücksichtigen, weil die oft dann Folgeprobleme machen können. Die Funktion ist in manchen Fällen wichtiger als die Form. Genau kann man dies natürlich nur durch sorgfältige Untersuchung beurteilen.


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