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Informationen und Austausch zum Thema Klumpfuß
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21. November 2005

Tochter, 3 Jahre alt; KG, Orthesen, Genmolekulartest in Arbeit

Meine Tochter fing an, mit ca 2 Jahren einen Klumpfuß zu bilden (Hohlspitzfuß). Jedoch hat er sich erst in den letzten Monaten manifestiert. Jedoch nur auf der linken Seite. Rechts fängt es ganz langsam an auch loszugehen. Es ist bereits eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung vorgenommen worden. Diese ist normal. Nur sind ihre Reflexe abgeschwächt. Verdacht liegt bei HMSN Typ 2. Sicher können wir uns jedoch nicht sein. Mich würde einfach interessieren, welche Erfahrungen sie bisher mit dieser Art von neuroglogischer Störung haben. Man durchforstet jeden Tag aufs Neue das Internet und hat irgendwie schon alles gelesen, ohne, dass ich über einen ähnlichen Fall gelesen habe. Bitte geben Sie mir Antwort. Könnte bei sekundären (oder vielleicht sogar doch primären Klumpfüßen)die Ponseti-Methode helfen? Oder spezielle KG? Man kann ihren Fuß noch in die richtige Position bringen. Er ist nicht fest. Wenn sie angschrägt steht, dann kann sie beide Füße nebeneinander stehen lassen. Ganz normal.

 

Antwort:

Die Ponseti-Methode ist ein Redressionsverfahren, welches entsprechend der anatomischen Gegebenheiten im unteren Sprunggelenk einen Fuß aus einer Klumpfußstellung in eine normale Stellung überführen kann. Dieses Prinzip gilt natürlich für alle Füße in dieser Stellung, außer es besteht eine anatomische Variante in diesem Gelenk, die eine bestimmte Bewegung nicht zulässt.Wie weit eine Korrektur zu erreichen ist (z.B. durch erhöhten Muskeltonus bei neuromuskulärer Erkrankung) und in wie weit diese Korrektur dann auch zu halten ist, hängt ganz grundsätzlich von der Grunderkrankung des Kindes ab. Prinzipiell kann eine Verbesserung der Fußstellung auch bei einem 3 Jahre alten Kind erreicht werden, meist etwas erschwert, und unter Umständen nicht komplett. Ein Versuch zu redressieren ist in jedem Fall legitim. Es muss aber auch weiter die Ursache für die von Ihnen beschriebene zunehmende Fußfehlstellung geklärt werden.


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12. November 2005

Sohn, 4 Monate alt. Herkömmliche Oberschenkelgipsbehandlung in BS Melverode, mit gutem Erfolg (Winkel im Fuß 22°- Klump-/sichelfuß behoben, noch Spitzfußproblem), OP derzeit nicht notwendig- seit einer Woche Softcast und KG nach Vojta.

Unser Sohn ist inzwischen 4 Monate alt und erst jetzt komme ich langsam zur Ruhe und kann mich auch mal über andere Methoden informieren...

Wie kurz geschildert, kommen wir wohl um einen Eingriff herum, jedoch frage ich mich, inwieweit die Behandlung mit der Softcastschiene sinnvoll sein kann, da sie einfach sehr kompliziert anzulegen ist (muss mit Verband befestigt werden) und die Ferse nicht richtig darin sitzt, so dass sein Fuß derzeit noch mehr in Spitzfußhaltung gerät. Ausserdem hat er bereits eine allergische Reaktion auf die Schiene gezeigt, seitdem trägt er in der Schiene noch einen Baumwollverband.

Außerdem würde ich gerne mal ihre Meinung zur Archillessehnenverlängerung durch Vojta-Therapie hören. Haben nach der ersten Sitzung nicht so ein gutes Gefühl dabei, nicht nur wegen des Geschreies unseres Sohnes.

Was gibt es denn alternativ noch an Schienen in dem jungen Alter, die anwenderfreundlich und sinnvoll sind?

 

Antwort:

Sie wissen, dass ich mich vor allem mit der Ponseti-Behandlung beschäftige, da ich diese für die zur Zeit beste Therapieform für den angeborenen KF halte. In der Regel lässt sich auch bei optimaler Redression der Spitzfuß nicht komplett durch Krankengymnastik redressieren. Falls der Versuch doch unternommen wird, ist dieser sehr lange und belastend für die gesamte Familie. In der Ponseti-Behandlung erfolgt ambulant die Durchtrennung der Sehne und Gipsbehandlung über 3 Wochen. In dieser Zeit wächst die Sehne (länger) wieder vollständig zusammen. Eine 3 wöchige Behandlung für den verbleibenden Spitzfuß also. Ich kann daher die Ihnen empfohlene Therapie nicht nachvollziehen und würde sie auch nicht empfehlen. Die Tatsache, dass eine intensive KG erfolgt um das"Spitzfußproblem" zu lösen, widerspricht daher der Ausssage dass zur Zeit keine OP notwendig ist. Bitte denken Sie daran, das es schnellere, nicht operative Methoden gibt, die ebenfalls mit viel weniger Aufwand zum Erfolg führen


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22. Oktober 2005

27. SSW. Hatte in der ca. 20. SSW ein Doppler und da war alles okay mit den Füßen. 4 Wochen später bei einem weiteren Doppler hieß es, der Kleine hätte rechts einen Klumpfuß, es könnte aber auch sein, das er einfach nur komisch lag (die Untersuchungen wurden in der Uniklinik Essen gemacht). Gestern beim Frauenarzt (normale Praxis) wurde mir gesagt, er könnte das nicht bestätigen und normalerweise könnte es nicht sein das in der 20. SSW noch alles normal war. Jetzt bin ich natürlich total verunsichert. Kann das nun sein?

 

Antwort:

Sollte ein Klumpfuß vorhanden sein, so müsste dieser konstant zur Darstellung kommen. Ist dies nicht der Fall, muss zumindest an einen positionellen Klumpfuß gedacht werden, also lediglich einer Positionierung des Fußes in KF Position. Ein genaues Ultraschall sollte hierüber Auskunft geben. Letztlich lässt sich auch der "echte" Klumpfuß sehr gut behandeln. Sie müssen sich also nicht sorgen.


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14. Oktober 2005

Tochter, 6 Jahre alt. Diagnose im Alter von 5 Jahren Klumpfuß rechts, OP, 2 Monate Gips, jetzt spezielle orthopädische Schuhe und nachts Schiene.Der behandelnde Arzt (Istituto Ortopedico Rizzoli in Bologna)hat mir mehrfach beteuert, dass die OP, die Schuhe u. die Schiene völlig ausreichen. Schwimmen wäre angemessen, aber es wäre unnötig, Krankengymnastik durchzuführen. Ich bin nicht wirklich überzeugt. Würde spezielle Gymnastik nicht hilfreich sein?

 

Antwort:

Diese Frage kann so nicht beantwortet werden. Ob eine Krankengymnastik sinnvoll ist, hängt vom Befund und anderen Variablen ab. Prinzipiell sind Sie in einer sehr renomierten und erfahrenen Klinik in Behandlung.


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11. Oktober 2005

Sohn, 8 Wochen alt. Unser Sohn hat bis zur 4. Lebenswoche die klassische Klumpfußmethode (LKH-Steyr Oberösterreich) bekommen- vorgesehen war 3 Monate Gips, danach Op und Schienungbis mind. zum 1. Lebensjahr.....

Da wir einer Op aus dem Weg gehen wollten, entschieden wir uns für die Ponseti-Methode (KH-Gmunden bei Dr.Dallinger).Unser Sohn ist jetzt in der 8. Woche und es ist noch ungewiss, ob er eine Op braucht. Sicher ist, das unser Kleiner im ersten Jahr eine permanente Schienung bekommt.Wir sehen das als sehr problematisch für die Entwicklung beim Krabbeln und Gehen lernen. Da Dr. Dallinger nicht von seiner Methode abweichen will (Ponsetischiene beidseitig, fix verbunden, unser Sohn hat jedoch Klumpfuß nur rechts), suchen wir Alternativen bzw. flexible Kooperations-partnerInnen die uns helfen können.

 

Antwort:

Es gibt zu dieser Schienenbehandlung keine Alternative. Dies wird auch von Prof. Ponseti immer wieder betont. Wird dieses sehr erfolgreiche Konzept verändert, so riskieren sie die hohe Rate an guten Ergebnissen zu verschlechtern. Nachteile mit der gängigen Schiene sind nicht bekannt. Das Krabbeln und sogar Stehen ist für die Kinder möglich. Bitte lassen Sie sich keine andersartige Schiene verkaufen. Das Schienenprotokoll beinhaltet 3 Monate vollzeittragen (23 Std tgl). Ist der Fuß danach weiterhin in guter Position genügt es, die Schiene 12 bis 14 std tgl anzulegen. Am Besten immer wenn das Kind schläft. Ihr Kind ist sehr klein und wird im Alter des zunehmenden Krabbelns die Schiene längst nur noch zur Nacht tragen. Eine Einschränkung ist daher nicht zu erwarten. Bitte vergessen Sie nicht, dass die Schiene zur Nacht bis zum Alter von 3,5 Jahren getragen werden muss, um Rezidive, also Rückschläge zu vermeiden.


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29. September 2005

Es besteht in unserer Klinik ein Disput über den optimalen Zeitpunkt des Beginns der Gipsbehandlung bei angeborenem Klumpfuß. In der gültigen Richtlinie ist von sofort die Rede. Bitte konkretisieren Sie diese Aussage !

 

Antwort:

Prinzipiell gilt es die Behandlung in den ersten 3 Wochen zu beginnen. Die Richtlinien SOFORT nach Geburt zu starten, also möglichst am Geburtstag, hat sich durch die durchweg guten Erfolge mit der Ponseti-Behandlung relativiert. In der Regel werden bei uns die Kinder nach Geburt zur nächsten oder übernächsten Klumpfußprechstunde einbestellt, die wir hier in Altona einmal die Woche abhalten.


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29. September 2005

Sohn, 19 Monate alt; KF links.

Unser Sohn trägt die Schiene 12-14 Std am Tag. Es geht auch sehr gut, er läuft viel. Vorletzte Woche hat er sich von einen Tag auf den anderen geweigert auf den linken Fuß zu stellen, geschweige denn zu laufen. Zwei Tage vorher ist er drei Treppenstufen runtergepurzelt, aber wieder aufgestanden und weitergelaufen. Ein Bruch wurde durch das AKK und ein Hüftschnupfen durch den behandelnden Kinderarzt ausgeschloßen. Nach 2 1/2 Tagen fing er wieder an zu laufen. Kann das mit dem KF zusammenhängen?

 

Antwort:

Dies hat mit Sicherheit nichts mit dem KF zu tun. Kinder verletzten sich wenn sie stürzen. Häufig sind kindliche Frakturen im Bereich der Fußknochen nicht zu sehen, da es keine vollständigen Brüche sind. Der von der Knochenhaut gebildete Schlauch bleibt um den Knochen erhalten, die Fraktur ist manchmal schwer oder gar nicht erkennbar. Bei anhaltenden Beschwerden lohnt eine Kontrollröntgenaufnahme nach einigen Tagen, da dann die Reparationsvorgänge am Knochen gesehen werden können und eine Fraktur indirekt diagnostiziert werden kann. Bei einer Beschwerdedauer von nur wenigen Tagen ist dann jedoch eher von einer Distorsion (Verdrehung) oder Prellung auszugehen.


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21. September 2005

Sohn, 10 Monate alt. KG nach Zukunft-Huber ab dem 2.Tag, Redressionsgipse von der 4-10. Wochen und im vierten Monat. Ansonsten Kg , Vojta, Übungen nach der Feldenkraismethode.Geführt von der orthopädischen Ambulanz der Städtischen Kliniken Dortmund. (Gipspausen auf Empfehlung der städtischen Kliniken) Jetzt empfiehlt der behandelnde Oberarzt eine Fuß-OP mit Eingriff in der Gelenkkapsel. Daraufhin holten wir uns eine zweite Meinung in Volmarstein, die nach Ponsetti behandeln. Diese sagen, daß wenn, bald behandelt werden muß. Haben Sie Erfahrungen mit Volmarstein und sind diese gut? Darf man wärhrend der Behandlung den Fuß im Sinne von Kg oder anderer Bewegungstechniken behandeln, oder ist dies kontraproduktiv. Unser Sohn ist ein sehr bewegungsfreudiger Junge, die Vorstellung ihn nicht bewegen zu dürfen, fällt uns sehr schwer. Der Fuß ist durch die KG passiv in der Länge gut , im Schlaf läßt sich der Fuß auf 90 Grad dehnen. Ist eine Behandlung nach Ponseti im Alter von ihm möglich?

 

Antwort:

In jedem Fall ist die Ponseti-Methode eine Alternative den Fuß zu korrigieren. In Hamburg wurden auch ältere Kinder erfolgreich in gleicher Weise behandelt. Ich weiss dass Herr Marques nun nicht mehr in Volmarstein arbeitet, sodass ich über die Erfahrungen der Klinik mit Ponseti nur wenig aussagen kann. Sie sollten in jedem Fall eine korrekte Gipsbehandlung veranlassen, da mit grosser Wahrscheinlichkeit kein Eingriff notwendig werden wird.


6. September 2005

Sohn, 3 Monate alt. Angeborenen Klumpfuß(rechts) und Kletterfuß(links). Sechs Wochen lang Gipsbehandlung und zur Zeit Alfa- Flex- Schiene . Besteht die Chance zu einer Mutter/Vater - Kind-Kur? Was für eine Klinik würden Sie uns empfehlen?

 

Antwort:

Eine Mutter-Kind-Kur ist allein auf Grund der Klumpfußdeformität und Behandlung Ihres Kindes nicht notwendig oder gerechtfertigt.


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4. September 2005

Sohn, 1 Jahr alt. Mein Sohn hat rechts einen KF, hatte vom 2. Lebenstag an Gips, alle 2-3 Tage gewechselt. Mit 3 Monaten ist die Achillessehne verlängert worden. Dann nochmal 7 Wochen Gips. Danach Schiene und KG. Nun gar nichts mehr. Wenn er nun den Fuß aufsetzt, zieht er die Zehe ziemlich nach links und rein. (schlecht zu erklären) Wie kann Ihrer Meinung nach am Besten weiter behandelt werden. Zudem ist die Beweglichkeit im Fuß noch sehr eingschränkt. (bekommt ihn nicht nach oben oder unten)

 

Antwort:

Offensichtlich besteht bei Ihrem Sohn eine relative schlechte Beweglichkeit im Sprunggelenk. Dies ist häufig nach ausgedehnteren Operationen zu sehen, weshalb zunehmend konservative Behandlungsmethoden populär werden. Das nach innen Zeigen der Großzehe ist eine noch verbleibende Sichelfußstellung. Hier können unter Umständen 3-Backen-Einlagen eine passive Korrektur erwirken. Letztlich kann bei bleibender Deformität zu einem späteren Zeitpunkt durch eine Operation am Mittelfuß diese Deformität sehr schön behandelt werden. Dazu ist Ihr Sohn aber gegenwärtig noch zu klein.


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31. August 2005

Tochter, 2 Wochen alt; ab dem 1. Tag Gips, zunächst alle 3 Tage, jetzt 1x pro Woche Unsere Tochter kam vor 2 Wochen mit einem Klumpfüßchen rechts zur Welt. Wir haben einen Orthopäden in Herford aufgesucht. Er kategorisierte das Füßchen in Typ 2 bis 3. Sein Vorschlag zur Behandlung ist: Gipsen bis zum 3. Lebensmonat, danach evtl. Operation im St. Franziskus Hospital in Münster/Westfalen, wenn keine korrekte Stellung des Fußes erreicht werden kann. Bei der Information zum Thema Klumpfuß sind wir auf diese Seite gestoßen und haben von der von Ihnen angewendeten Methode erfahren.. Wir möchten bei Ihnen anfragen, ob wir Sie evtl. in Hamburg aufsuchen könnten, um eine zusätzliche Meinung einzuholen. Wir möchten für unsere Tochter die bestmögliche Behandlung, um ihr ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Welche Behandlung würden Sie vorschlagen und wie lange wird die Bahandlungsdauer wohl sein?

 

Antwort:

Die zur Zeit beste Behandlungsmethode ist die Ponseti Behandlung. Dies ist nicht nur meine Meinung sondern wird (wenn auch sehr spät) von einer zunehmenden Zahl an Orthopäden so gesehen. Die Behandlung vermag über 95% aller Füße ohne größeren Eingriff zu korrigieren. Bei der herkömmlichen Methode werden über 50 % einer großen Operation zw. dem 3 und 6 Lebensmonat zugeführt. Die Korrektur mit Gipsen nach Ponseti kann innerhalb 6 Gipsen in der Regel erreicht werden. Nur ein kurzer ambulanter Eingriff an der Achillessehne ist notwendig um die Korrekur zu vervollständigen. Mehr Information finden sie auf der web page. Eine Vorstellung in der Sprechstunde macht nur Sinn, sollten sie sich für die Methode entscheiden. Informationen gibt es bereits genug im Internet. Gerne können sie mich anrufen, sollten noch Fragen bestehen.


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30. August 2005

Tochter, 3 Tage alt; Redressierung und 1. Gips beidseitig Unsere Tochter (Zweitgeborene, erste Tochter kerngesund) hat offensichtlich einen beidseitigen heftigen Klumpfuß. Nach dem 2. Lebenstag wurde an der orthopädischen Klinik in Braunschweig eine Redressierung und jeweils ein Gips angelegt. M.E. ist das schon ganz gut geworden, man sagt uns allerdings, dass in jedem Fall eine OP erforderlich sein würde. Ich möchte meine Tochter in jedem Fall einer Fachkraft vorstellen, die die Ponseti-Methode praktiziert. Gibt es hier (BS) in der Nähe jemanden, oder sollten wir nach Hamburg kommen?

 

Antwort:

Leider gibt es in BS keinen Fachkundigen in Sachen Ponseti. Ich habe einige Patienten aus der Ecke hier behandelt. Dass eine Operation in jedem Fall notwendig wird, ist auf keinen Fall richtig. Sie sollten sich unbedingt bei jemanden mit Ponseti Erfahrung vorstellen. Anlaufstellen mit längerer Erfahrung gibt es momentan nur in Stuttgart, Hamburg und Potsdam.


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25. August 2005

Ich wüßte gerne ob es eine Verbindung gibt zwischen beidseitigen Klumpfüßen und dem Phänomen, dass alle Organe spiegelverkehrt (situs inversus) angelegt wurden?!

 

Antwort:

Assoziation zwischen beiden Fehlbildungen ist mir nicht bekannt.


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23. August 2005

Sohn, 2 Jahre alt. Ich habe kürzlich in einem anderen Forum gelsen, daß evtl. ein Zusammenhang zwischen einer geringen Körpergröße und KF besteht. Wissen Sie da etwas drüber? Unser Sohne ist ja auch auf den Kurven ganz am Rande (er ist 2 Jahre, 81 cm). Unsere Kinderärztin hat bisher auch nur festgestellt, daß er eben sehr klein ist.

 

Antwort:

Ein Zusammenhang zwischen Körpergröße und idiopathischem Klumpfuß ist mir nicht bekannt.


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1. August 2005

Tochter, 10 Wochen alt; KF links. Ab Geburt wurde 3 Wochen konventionell in der Uniklinik Bonn behandelt, danach wegen Unzufriedenheit Wechsel zur Kinderklinik St. Augustin, da dort nach Ponseti behandelt wird. Es wurde nach Ponseti wöchentlich gegipst und vorletzte Woche erfolgte in Vollnarkose die Durchtrennung der Achillessehne. Das Bein wurde wieder gegipst und der Gips wird nun 2x im Wochentakt und dann 2x im 2-Wochentakt gewechselt. Danach sollen Gipsschienen in den Einsatz kommen.

In St. Augustin wird die Alfa-Flex-Brace nicht angewandt sondern wie mir gesagt wurde die Kieler Schiene. Das Ergebnis soll das Selbe sein. Kann das sein oder ist es besser nach einer Klinik Ausschau zu halten die die Alfa-Flex-Brace anwenden?

 

Antwort:

Absolut richtig. Das häufige Gipsen nach Tenotomie entspricht NICHT der Ponsetibehandlung. Die Kieler Schiene ist nicht ausreichend. Dass dies den gleichen Effekt wie die Fuss-Abduktions-Schiene (z.B. Alfa Flex) hat, ist falsch und nicht erwiesen. Ich habe Prof. Ponseti erst vor 10 Tagen in Iowa getroffen und seine Meinung bezüglich eines Verzichts auf die Fuss-Abduktions-Schiene ist unmissverständlich.- Bitte denken sie daran, dass wir die Methode heute zunehmend verwenden, weil die Resultate nach dem Ponsetischema so gut sind. Die Behandlung nach Ponseti beinhaltet aber nicht nur das Gipsen, sondern auch die Nachbehandlung. Das Risiko eines Rezidivs ist mit der in St. Augustin angewandten Methode sicherlich größer. Ich empfehle Ihnen hier nochmals ein Gespräch zu führen und, sollten sie die Ponseti-Behandlung für ihr Kind wünschen, diese auch einzufordern. (Wenn dies verweigert wird, sollten Ihnen zumindest die Gründe für das Abweichen von einem erfolgreichen Konzept erläutert werden.)


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24. Juli 2005

Ist es sinnvoll für unser Kind, dass im September mit zwei KF geboren wird, eine private Zusatzversicherung abzuschliessen, um notwendige bzw. optimale Versorgung bes. im Bezug auf Hilfsmittel zu gewährleisten?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Eine private Zusatzversicherung ist nicht notwendig. Derzeit werden die optimalen Behandlungen durch die gesetzliche Kasse übernommen. Auch die Hilfsmittelversorgung stellt bisher kein Problem dar.


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19. Juli 2005

In meine KG- Praxis kam heute ein 5 Tage altes Mädchen mit Klumpfüßen bds, Dysmelien an den Fingern und Zehen. Wie heisst das Syndrom, bei dem diese Missbildungen vorkommen? Weiss man etwas über dazugehörige weitere Störungen?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Anhand der Klumpfüße und einer Handfehlbildung eine Syndromzuordnung zu treffen ist schwierig. Zahlreiche Syndrome können mit derartigen Veränderungen einher gehen. Die Fehlbildungen können auch isoliert vorkommen. Im Moment fällt mir auf die Schnelle kein Syndromnamen ein. Man müsste weitere Erkrankungsmerkmale des Kindes kennen um zuordnen zu können. Wenn keine weiteren Merkmale vorhanden sind, wird es wohl eine isolierte Fehlbildung sein.


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16. Juli 2005

Sohn, 5 Wochen alt; Klumpfuss 1.-2. Grad. Behandlung nach Ponseti (St. Josefs Hosp./ Wiesbaden). 24 h nach der Geburt erster Gips. Nach 5 Gipsen (Wechsel immer wöchentlich) ist der Fuß in guter Position. Wegen Spitzfuß und verk. Achillessehne ist jetzt die OP notwendig.

Frage 1: Da unser Sohn sehr unruhig ist, empfahl der Arzt eine "kurze" Vollnarkose. Ist das sinnvoll und gibt es eine lokale Narkose?

Frage 2: Kann der Eingriff auch später getätigt werden und ist es einen Versuch wert, die Sehne durch Krankengymnastik dehnen zu lassen?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Wenn nach den 5 Gipsen die Achillessehne zu kurz ist, dann ist die Achillessehnendurchtrennung notwendig. Wenn man überlegt ob Durchtrennung oder nicht dann eher für die Durchtrennung entscheiden. Also ist die Strategie wie in Ihrem Fall richtig. Eine Krankengymnastik und Dehnung der Achillessehne würde ich nicht empfehlen. Lieber die Operation jetzt machen, da, je älter, umso schwieriger. Der Fuß läßt sich bei kleineren Kindern besser korrigieren. Eine Kurznarkose ist möglich, nicht unbedingt notwendig. Aber einige Klinken führen den Eingriff in Narkose durch, was auch in Ordnung ist.


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14. Juli 2005

Sohn, 1 Jahr alt, Behandlung nach Ponseti. Unser Sohn wird seit einer Woche nach seiner Geburt nach Ponseti behandelt in Winsen/Luhe behandelt. Das Ergebnis ist sehr gut. Er kann fast allein laufen und sein Fuß ist kaum wiederzuerkennen. Allerings weigert sich die BKK Mobil Oil die Kosten für die Dennis-Brown-Schiene zu übernehmen. Was kann ich tun? Kennen Sie evtl. andere solche Fälle mit eventullen Aktenzeichen des Gerichts? Ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen.

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Bisher gab es noch keine Probleme mit der Kostenübernahme bei den gesetzlichen Krankenkassen. Ihr behandelnder Arzt muss der Krankenkasse ein Schreiben mit Begründung zusenden, am besten mit der aktuellen Literatur. So hat es bisher immer geklappt, da es sich ja um eine wissentschaftlich anerkannte Methode handelt.


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12. Juli 2005

Sohn, 3 Tage alt; beidseitiger Klumpfuß; am ersten Tag in 40 Grad-Stellung gegipst und am zweiten Tag 2. Gips (45 Grad nach aussen). Bei Anlegung des zweiten Gipses hat der behandelnde Arzt, Herr Dr. Semmelmann aus dem Franziskus Krankenhaus in Münster von einer gegebenenfalls zu erfolgenden OP gesprochen (welcher Art genau weiß ich nicht). Das hat mich sehr überrascht, weil hiervon zunächst keine Rede war. Daraufhin habe ich mich im Internet über die Behandlung genauer informiert. Ich habe gelesen, dass Sie Kenntnis davon haben, dass an der Uni-Klinik Münster die Ponseti-Methode angewandt wird. Wissen sie auch, ob dies auf Herrn Semelmann/ das Franziskus Hospital zutrifft? Ich möchte meinem Sohn gerne eine unnötige Operation ersparen und würde ansonsten ggfs. einen anderen Orthopäden aufsuchen. Ferner haben sie geschrieben, dass an der Uni-Münster die Operation anders vorgenommen wird (Verlängerung der Achillessehne). Welche Vor-/Nachteile hat dies?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Ich würde zunächst Herrn Semelmann am Franzikus-Hospital ansprechen nach welcher Redressionstechnik er gipst. Wenn man beim Klumpfußgipsen in Abduktion gipst, so kommt dies eigentlich nur bei der Ponseti-Technik zur Anwendung. Erstaunlich ist, dass bereits beim ersten Gips 40° zu erreichen waren. Normalerweise ist dies beim ersten Gips nicht möglich. Zur Frage einer notwendigen Operation. In 85% der Fälle muß auch bei der Ponseti-Methode eine kleine Operation, die Achillessehnendurchtrennung durchgeführt werden. Die Sehne wächst dann in verlängerter Position wieder zusammen. Verlängert man die Achillessehne durch eine offene Technik, dann braucht man eben einen etwas größeren Schnitt. Vom Langzeitergebnis funktionell ist keine Unterschied, selbstverständlich bleibt die längere Narbe.


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8. Juni 2005

Tochter, 10 Monate alt; Klumpfuß bds.; korrigierender Gips sofort nach Geburt für ca. 2 Wochen mit Gipswechseln aller zwei Tage, ab 2. Lebenswoche Vojta und KG nach Zukunft-Huber und Korrektur der Füße mit Krepppapierbinden, ab 5. Lebensmonat Schienen, mit 6 Monaten OP (Achillessehenver-längerung und Kapselerweiterung bds.), danach 6 Wochen Gips, dann wieder Schienen. Die behandlende Ärztin meiner Tochter (führte auch die OP durch) ist nicht so recht zufrieden mit der Beweglichkeit der Sprunggelenke der operierten KF. Zur Zeit haben wir eine 4-wöchige Pause der Behandlung mit den Schienen eingelegt, um die Beweglichkeit der Gelenke dadurch evtl. mehr zu fördern. Die Vojta-Therapie 4 mal täglich zu Hause und 2 mal wöchentlich bei der Therapeutin läuft weiter und auch die KG nach Zukunft-Huber.

Sollte sich in den 4 Wochen "Schienenpause" keine Besserung der Beweglichkeit der Sprunggelenke einstellen, zieht unsere Ärztin eine Behandlung des Muskels im Schienbein mit Botulinum in Betracht. Ich möchte von Ihnen gern wissen, ob und in wie weit diese Behandlung Erfolg versprechend ist und welche Risiken mit dieser Behandlung einhergehen. Wie würde sich das Botulinum allgemein auf den Zustand meiner Tochter auswirken und welche Nebenwirkungen bestehen bei solch einer Behandlung?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Zur Botulinum Behandlung bei kongenitalen Klumpfüßen gibt es derzeit eine Studie aus Vancouver die einen positiven Effekt bei Verwendung der Ponseti-Redressionstechnik und bei verkürzter Achillessehne nachweisen konnten. Hier wurde aber die Botulinum-Injektion als Alternative zur Minimalinvasiven Achillessehnedurchtrennung in der Ponseti-Technik überprüft. Ich selber habe keine Erfahrung mit Botulinum beim kongenitalen Klumpfuß. Die Indikation und die Risiken sollten immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Bei Verwendung von Botulinum in der Wade hat Botulinum in der Regel keine Nebenwirkungen.


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4. Juni 2005

Sohn, 4 Monate alt; KF beidseitig , re schlimmer als links, Gips ab 2.Lebenstag, seit gestern Schienen Der Orthopäde bei dem wir in Behandlung sind meint, es wäre jetzt schon an der Zeit für Schienen, weil er mit dem Gips die Ferse nicht zu packen bekäme. Die Fußstellung soll laut Orthopäden schon so weit in Ordnung sein, daß sie nur noch gehalten werden soll. Die Schienen gehen bis zum Oberschenkel und über der Ferse befindet sich eine Manschette die die Ferse über Zugbänder nach unten ziehen soll. Leider sind die Schienen viel zu groß, so das man sie spätestens alle zwei Stunden erneut festziehen muß. Zieht man sie so stramm es geht (was laut Orthopäde unbedingt sein muß) brüllt der Kleine stundenlang läßt sich durch nichts beruhigen. Wird aber still sobald die Schienen lockerer werden . Meine Frage: Bringen die Schienen überhaupt was, bei so viel zu groß ? Und muß das wirklich so fest gezogen werden das der Kleine pausenlos schreit?

 

Antwort:

(i.V. Dr. Eberhardt:) Grundsätzlich sollten Schienen dem Fuß genau angepaßt sein. Zu große Schienen haben den Effekt, dass der Fuß aus der gewünschten Position herausrutscht und das die durch die Gipse gewonnene Stellung nicht gehalten werden kann. Die Schienen sollten also nicht zu groß sein. Durch das Anschnallen dürften nomalerweise keine Schmerzen entstehen. Gelegentlich gibt es eine Gewöhnungsphase in der die Kinder weinen, schreien. Immer aber wenn man den Eindruck hat daß die Schienen zu eng wären auf eventuell auftretende Druckstellen achten.


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26. Mai 2005

Tochter, 9 Monate alt; bds. schwere Klumpfüße, seit 2. Tag Redressionsgipse, seit 5. Woche kontinuierlich KG nach Vojta, linker Fuß rigider.

Wir hatten gemeinsam mit unserem Orthopäden -der sehr viele Klumpfußkinder behandelt- gehofft, dass wir ohne OP auskommen könnten. Jetzt ist er aber der Auffassung, dass wir um eine OP am schlechteren Fuß nicht herumkämen (der Vorfuß ist gut, der Fuß ist insgesamt sehr beweglich nur die Ferse kommt nicht weit genug runter). Dabei würde es evtl. nur eine kleine OP werden, laut unserem Orthopäden. Unser Orthopäde hat schon eine Ponseti-Fortbildung besucht und will seine neuen jungen Patienten (sprich: Neugeborene bis ca. 5 Monate) danach behandeln. Er meint, für uns wäre es zu spät, die Füße unserer Tochter wären schon zu stark durch die Redressionsgipse in die für Ponseti falsche Position gedrückt worden.

Wir möchten es aber wenigstens versuchen, nur nicht bei unserem Orthopäden, weil der bisher noch keine Kinder nach Ponseti behandelt hat. Muss er uns trotzdem überweisen, zu einem Orthopäden, der nach Ponseti behandelt?

Jetzt gibt es die Ponseti-Methode ja schon ein paar Jahre in Deutschland. Kennen Sie evtl. Ärzte, die außer Ihnen schon etwas mehr Erfahrung mit der Ponseti-Methode haben? Wir haben bisher von positiven Erfahrungen natürlich mit Ihnen und mit Dr. Eberhardtt in Stuttgart gehört. Die Mitte Deutschlands scheint wohl brach zu liegen.

 

Antwort:

Auf jeden Fall sollten sie die Ponseti-Methode als Therapieform wählen. Ihr Kind ist nicht zu alt und mit großer Wahrscheinlichkeit ist eine Operation nicht notwendig. Ich schaue mir die Füße sehr gerne in meiner Sprechstunde an, falls sie dies wünschen. Herr Eberhardt ist ebenfalls ein hervorragender Ansprechpartner für dieses Problem. In der Tat hat sich in Mitteldeutschland noch keine Klinik speziell mit der Ponseti Methode hervorgetan.


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13. Mai 2005

Tochter, 21 Tage alt; beidseitiger Klumpfuß. Das unsere Tochter Klumpfüße haben wird, erfuhren wir bereits bei einer Sonographie in der 13 SSW . Unsere Tochter wird in der Hessingklinik in Augsburg durch Hr. Dr. Forth nach der Ponseti-Methode behandelt. Sie bekam am 03.05.2005 ihren ersten Gips, bereits eine Woche später wurde der Gips gewechselt. Ich war erstaunt, das man nach nur einer Woche schon ein Ergebnis sieht und bin sehr zuversichtlich. Worüber ich aber etwas schockiert bin ist die Alfa-Flex-Schiene. Ich habe etwas Zeit gebraucht um das zu verdauen. Es muß doch sehr unangenehm sein wenn man seine Beine nur gleichzeitig bewegen kann.

Im Forum ließt man, das Klumpfüße immer etwas kleiner sind wie normale Füße und das man in der Regel zwei unterschiedliche Schuhgrößen benötigt. Wie verhält es sich mit der Schuhgröße bei beidseitigen Klumpfuß? Haben Sie schon etwas über die Hessingklinik bzw. Dr. Forth gehört?

Im Forum habe ich auch gelesen, das bei Patienten die operativ behandelt worden sind im Alter zu Problemen kommen kann z.B. durch Schmerzen in den Füßen. Wie sind diesbezüglich die Erfahrungen mit Patienten die nach der Ponseti-Methode behandelt worden sind?

 

Antwort:

Die Schuhgrößen sind in der Regel bei beidseitigen KF kein Problem. Dies letzlich nur weil eben beide etwas kürzer sind. Die Alfa Flex Schiene macht IMMER in den ersten 2 bis 3 Tagen Probleme. Eine Alternative gibt es hierzu nicht. Sie stellt ein wichtiges Element der Therapieform dar und ist für den Erhalt der erzielten Korrektur von größter Wichtigkeit. Das Nichtanlegen der Schiene ist der häufigtse Grund für ein Rezidiv, also ein wieder Auftreten der Deformität im Verlauf. Die Fa Semeda, welche die Alfa Flex Schienen baut, konzipiert zur Zeit einen viel weicheren Schuh, der sicherlich einige Unannehmlichkeiten beseitigen wird.

Langzeitresultate werden in einer Arbeit von Fred Dietz aus Iowa analysiert. Die Arbeit ist bereits Mitte der 90er in einem orthopädischen Fachblatt erschienen. Es wurden Patienten 35 Jahre nach Behandlung untersucht und evaluiert.


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10. Mai 2005

Sohn, 1 Monat alt; beim ersten eingipsen war die Stellung des KF in die " richtige Position" problemlos, Fuß war nach ersten Gipswechsel (nach 5 Tagen ) als Laie ausgesprochen "normal". Nach wie vor Gipsbehandlung, soll am 23.05 mit einer OP an der A-Sehne korrigiert werden -nach Ponseti. Ist die OP nicht zu früh, mein Sohn ist am 08.04.05 geboren. Er soll an der Uni-Freiburg mit Vollnarkose an der A-Sehne operiert werden. Sie sagen mir dort, dass sie wohl nach der Ponseti-Therapie behandeln wollen.

Was für Erfahrungen haben Sie mit der Therapie bei einem Säugling?

Wir wohnen im Raum Freiburg i.Br., welche Klinik ist auf KF-Ponseti-Therapie spezialisiert?

 

Antwort:

Eine Durchtrennung der Achillessehne kann bereits früh im Säuglingsalter durchgeführt werden um den Klumpfuß komplett zu korrigieren. Wichtig ist, dass der Klumpfuß weitgehend gut steht und lediglich der Spitzfuß noch vorhanden ist. Anscheinend ließ sich der Fuß Ihres Kindes sehr gut korrigieren. Wird die Methode korrekt angewendet, ist dies aber in einzelnen Fällen gut möglich.


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5. Mai 2005

Sohn, 4 Jahre alt; Klumpfuß beidseitig, Gipstherapie bis zum 6. Monat, Operation beidseitig mit 6 Monaten, KG 1x pro Woche; jetzt linker Fuß wieder verkürzt.

Können Sie uns eine Klinik empfehlen die auf Klumpfüße spezialisiert ist? Gerne auch Salzburg oder vielleicht Innsbruck. Wir sind aus Berchtesgaden.

Der linke Fuß muß nochmals operiert werden.

 

Antwort:

Leider kann ich Ihnen keine Adresse nennen. Ich würde Ihnen jedoch empfehlen sich in Aschau bei Prof. Correll vorzustellen. Sollte eine Therapie in Deutschland nicht möglich sein, wird er Ihnen sicher erfahrene österreichische Orthopäden in der Region nennen können.


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24. April 2005

Sohn, 10 Wochen alt; in der 1.Lebenswoche zweimal unter Narkose den Fuß in "richtige" Position gebracht und gegipst. Seither ständiger Gipswechsel und KG. Seit einer Woche hat er nun Vollgipse und keine KG mehr. Weitere Behandlung nach Ponseti.

Ich hätte gern gewußt ob es bei Ponseti üblich ist den Kindern unter Narkose die Füße zu richten? Oder war das eine andere Methode?

 

Antwort:

Die Methode die sie beschreiben, ist keine Ponseti Methode. Da die Ponseti Methode m.E.n. die Methode der Wahl ist, bitte ich sie bei klumpfuss-info.de den Ablauf der Methode nochmals durchzulesen. Eine Narkose zur Gipsanlage ist nicht gerechtfertigt und kann letzlich auch für den Fuß nachteilig sein. Ich rate Ihnen dringend die gegenwärtige Behandlung nochmals zu besprechen.


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22. April 2005

Tochter, 8 Wochen alt; 1 Klumpfuß; konventionelle Gipstherapie.

Wie verhält es sich mit der Schienentherapie nach Ponseti in Ihrer Praxis? Soweit ich weiß, wird die Schiene nach den Gipsen für 3 Monate rund um die Uhr verordnet. Wie geht es dann weiter bei einem normalen Verlauf? Muss die Schiene nach den 3 Monaten nur noch nachts angelegt werden oder wird die Tragezeit pro Tag nur langsam verringert und wie würde das dann konkret aussehen (Stunden/Zeitraum)?

 

Antwort:

Nach 3 Monaten wird die Schiene 12 bis 14 Stunden täglich getragen. Ich halte es bei meinen Patienten so, dass ich den Wechsel ohne langsame Übergangszeit beginne. Nach 3 Monaten also sofort, bei gleichbleibendem Befund zu einer Reduktion der Tragezeit auf 12 bis 14 h. In der Regel genügt es, die Schiene den Kindern bei jeder Schlafsituation (Nachts, Nachmittags) anzulegen. Somit ereicht man in den meisten Fällen die 14 h. Die Schiene wird so bis zum Alter von 3 ein halb getragen.


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16. April 2005

Tochter, 6 1/2 Monate alt; Ab der Geburt Gips, mit 4 Monaten OP seit etwa 4 Wochen Schiene Meine Tochter wurde mit einem Klumpfuß geboren und bekam sofort Gips (einschließlich Oberschenkel). Mit 4 Monaten wurde sie operiert und bekam erneut für 6 Wochen Gips. Jetzt hat sie eine Schiene.

Immer wenn wir sie auf den Arm nehmen, wird das Bein (angefangen vom Fuß) total blau und ich fragte erst meine Kinderärztin, diese meinte nur, das etwas nicht stimmt und wir sollten den behandelnden Arzt fragen. Dieser meinte nur nach einem etwas kritischen Blick, das es wohl daran liegt, weil ja das Bein keine Muskeln durch den Gips aufbauen konnte. Habe nun ein Forum gefunden, wo sich Mamis austauschen deren Kinder einen Klumpfuß haben und die kannten alle nicht diese Durchblutungsstörung. Es tritt mit Schiene und auch ohne Schiene auf, sobald man sie nimmt, fängt der Fuß an blau zu werden und dann das ganze Bein, und es wird eiskalt. Sind das wirklich nur die Muskeln oder sollte man da nochmals genauer nachsehen lassen? Zur Gymnastik gehen wir auch schon seit 3 Wochen.

 

Antwort:

Nicht selten ist die Gefäßversorgung beim Klumpfuß von Geburt an verändert. Es können sogar wichtige Gefäße nicht angelegt sein. Dies hatte auch zu der Hypothese geführt, daß der Klumpfuß auf Grund eines Gefäßverschlusses während der Schwangerschaft entstanden sei. Eine Hypothese die vermutlich jedoch nicht zutrifft. Bei Operationen jeglicher Art werden immer kleinere Gefäße durchtrennt oder beschädigt. Dies kann theorethisch zu Durchblutungsstörungen führen. In den meisten Fällen liegt jedoch ein venöser Rückstau vor, der unter anderem durch anhaltende Schwellung des operierten Beines verursacht wird. Nehmen sie das Kind auf den Arm, kann möglicherweise der Druck des Armes zu einer zusätzlichen Einschränkung des venösen Rückstromes führen und das Bein blau anlaufen lassen. Wichtig wäre hier sicher die Bewegung des Beines zu fördern, evtl. auch eine gewisse Zeit am Tag ohne Schiene (dies bitte nur in Absprache mit Ihrem Orthopäden). Letztlich gibt es verschiedene bildgebende Verfahren eine Gefäßveränderung darzustellen. Ob letztlich eine therapeutische Konsequenz zu ziehen ist, ist eher unwahrscheinlich.


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21. März 2005

Tochter, 3 Monate alt; 2 Stunden nach der Geburt den ersten Gips, an beiden Füßen, erst jeden zweiten Tag gewechselt, jetzt alle 1 1/2 wochen. Unsere kleine Tochter ist mit bds. Klumpfüßen zur Welt gekommen und wurde auch bis jetzt behandelt. Der Orthopäde sagt, das der Fuß jetzt die richtige Stellung hat, so das er ihn mit Gips nicht weiter korrigiert bekommt, nun würde nur noch eine OP helfen, da wohl eine Achilissehnenverlängerung gemacht werden müßte.

Ist dies wirklich nötig? Oder bekommt man dies auch mit Krankengymnastik hin? Sie soll erst im August operiert werden, also mit ca. 6 Monaten und so lang müßte sie den Gips noch tragen. Ist das zu spät?

Eine Frage hätte ich da noch: In der Praxis, bevor sie gegipst wird, entferne ich selber immer schon den Gips und warte dann bis der Arzt so weit ist. Kann ich den Gips auch schon vorher zu Hause ab machen (in der Wanne, ich kann sie mit Gips nämlich nicht baden) oder SCHADET es dem Fuß wenn er eine halbe Stunde ohne Gips ist???

 

Antwort:

Sie haben sich sicher bereits auf dieser Website informiert und wissen, dass bei fast allen KF eine Operation NICHT notwendig ist. Dies sollte auch zunehmend der Standard in der KF Behandlung sein. Dennoch gibt es leider noch viele Kliniken die noch keine Ponseti Behandlung anbieten. Sie sollten sich daher nach einer solchen Klinik umschauen. Eine Operation kann mit großer Wahrscheinlichkeit vermieden werden. Die Funktion der so behandelten Füße sind um vieles besser. Die Gipsentfernung eine halbe Stunde vor einem neuen Gips ist m.E.n. vertretbar. Eine Operation zur primären Behandlung eines KF nicht.


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19. März 2005

Sohn, 5 Jahre alt; bds. Klumpfüße, behandelt nach Ponseti in der Universitätsklinik Düsseldorf, insg. 13 Gipse, Achillessehnenverlängerung, nun 3 Monate 24 Std. Schiene. Bislang sind die Ärzte die meinen Sohn behandeln mit dem Ergebnis der Fußkorrektur sehr zufreiden. Mir wurde eindringlich geraten, mich exakt an die Tragedauer der Schiene zu halten und zusätzlich konsequent Physiotherapie nach Votja zu machen. Was mir noch nicht so klar ist, sind die Spätfolgen die trotz der konsequenten Behandlung auftreten können. Ich bin sehr besorgt, dass mein Sohn als Erwachsener Schmerzen wegen seiner Füße erleiden muss. Zudem frage ich mich, ob sein Gangbild auffällig sein wird.

Mit welchen allgemeinen Spätfolgen muss ich rechnen? Stets wird gesagt, dass der Klumpfuß immer ein problematischer und auffälliger Fuß bleibt

 

Antwort:

Es freut mich sehr, dass nun auch in Düsseldorf die Ponseti Methode zur Anwendung kommt. Die Schienentragedauer einzuhalten ist sehr wichtig, um ein anhaltend gutes Ergebniss zu erreichen. In der Regel kann die Korrektur nach 6 Gipsen erreicht werden. Hiernach werden die Schienen über 24 Stunden getragen, dies 3 Monate lang. Die Schiene hat die Aufgabe den Fuß in der nach außen gedrehten Position zu halten und ein Rezidiv, also ein Wiederkehren der Deformität, zu vermeiden. Nach dem 4. Lebensjahr ist die Gefahr eines Rezidives gering. Die Funktion eines nach Ponseti behandelten Fußes ist wesentlich besser als nach der Operation. Sie können sich in der Regel auf einen voll einsetzbaren Fuß einstellen, der sich auch optisch kaum von einem gesunden Fuß unterscheidet. Wenige Characteristica bleiben, so z.B die schmale Wade am Klumpfußbein und der etwas kürzere Fuß. Die starke Aussendrehung des Fußes wird im Verlauf deutlich weniger. Wichtig bleibt, auch in Zukunft die Schiene wie vorgegeben anzulegen.


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14. März 2005

Sohn, 3 Jahre alt; Zustand nach Kf-Op im Januar 02 mit Achillessehnenverlängerung, Dreipunktbackeneinlage und Antivarusschuhe wurden nicht toleriert; 1-2 mal wöchentl. Kg Unser Sohn spielt gerne Fußball und möchte auch eigentlich auch in einen Verein, bzw. mit vielen Kindern Fußball spielen.

Meine Frage daher, darf er Fußball in einem Verein spielen, wenn nein, was gibt es für Möglichkeiten? Gibt es für ihn eine andere Sportart die er ausüben kann?

 

Antwort:

Da mir nichts über den gegenwärtigen Zustand der Füße bereichtet wird, ist es nur schwer einzuschätzen, ob Ihr Sohn durch seine KF in irgend einer Weise eingeschränkt ist. Prinzipiell würde ich keine Gründe erkennen können, die gegen das Fußballspielen sprechen. Natürlich ist es möglich, dass er im weiteren Verlauf auch Beschwerden mit seinen Füßen bekommt. Sicher ist dies jedoch auf keinen Fall. Ich würde daher ganz allgemein das Fussball spielen in jeglicher Form zulassen.


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4. März 2005

Sohn, 5 Jahre alt; Krankengymnastik, Einlagen, Antivarusschuhe. Mein 5 Jahre alter Sohn hat links einen Sichelfuß und eine Fußlängendifferenz von inzwischen 3 Schuhgrößen sowie eine schmalere Wade (ca. 1,5 cm). Die Längenunterschiede sind uns mit circa 1 1/2 Jahren aufgefallen. Bei diversen Untersuchungen wurde schließlich, im Alter von 2 1/2 Jahren, durch ein MRT eine Syrinx im Rückenmark als mögliche Ursache für die Wachstumsstörung festgestellt. Nach zwei weiteren MRTs im Abstand von jeweils einem Jahr konnten keine Beweise für die Syrinx als Ursache gefunden werden.

Möglicherweise handelt es sich um einen (normalen) Klumpfuß ?

Ist ein Fußgrößenunterschied bei Klumpfüßen normal ?

 

Antwort:

Eine Ursache für eine Syrinx muss nicht gefunden werden. Eine Syrinx kann jedoch zu Deformitäten im Bereich der Beine führen. Häufig wird dies bei KF diagnostiziert, die nach Behandlung eine erneute rasche Verschlechterung erfahren, weshalb eine Abklärung der Wirbelsäule in diesen Fällen sinnvoll ist. In der Regel gehört eine Verschmächtigung der Wade nicht zum klinischen Bild des Sichelfußes. Es ist daher gut möglich, dass ein KF vorliegt. Röntgenaufnahmen können dies in aller Regel zweifelsfrei feststellen.


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20. Februar 2005

Sohn, 4 Monate alt; Gipsredression für eine Woche bei ausgeprägten Sichelfüßen beidseits. Jetzt Antivarusschuhe der Firma Schein

Unser Sohn hat beidseits starke Sichelfüße. Von der Orthopädin wurde, als er 3 1/2 Monate alt war, für eine Woche ein Unterschenkelgips angelegt. Nach der Entfernung hatte er an beiden Fersen tiefe Druckulcera. Der rechte Fuß war in der Stellung besser, der linke zeigt immer noch eine deutliche Sichelfußstellung. Er bekam dann AV-Schuhe der Firma Schein in Größe 10 1/2, in denen er jetzt eine Woche nach Gipsentfernung vermutlich wegen der Fersenulcera noch Schmerzen hat.

Könnte man bis zur Heilung der tiefen Ulcera mit dem Tragen der Schuhe pausieren und müssen diese Schuhe 24 Stunden tgl. getragen werden?

Sind bei noch Restfehlstellung AV-Schuhe ausreichend zur weiteren Korrektur oder können sie nur das durch den Gips erzielte Ergebnis erhalten?

Wäre eine individuell angepasste Schiene nicht besser und kann diese dann ausreichend sein zur Behandlung?

 

Antwort:

Der Sichelfuß stellt ein Deformität dar, die in fast allen Fällen durch konservative Behandlungen (in den meisten Fällen ganz ohne Behandlung) korrigiert werden kann. Mit doellierenden Seriengipsen kann in einzelnen Fällen die Korrektur schneller erreicht werden, als mit anderen Massnahmen (Krankengymnasik, Tape, Antivarus Schuhe.) Insbesondere rigide Sichelfüße, die also auf Grund ihrer sehr steifen Fehlstellung passiv durch den Untersucher nicht zu korrigieren sind, können der konservativen Behandlung schwer zugänglich sein. Diese können ab dem 6. Lebensmonat durch Gipse redressiert werden. Nach Korrektur bietet sich eine Nachlagerungsschiene an. Ist beim Kleinkind der Sichelfuß noch immer vorhanden, kann eine Verlängerung der Weichteile auf der Fußinnenseite erfolgen (selten erforderlich). Letzlich, bei perisitierendem Sichelfuß, die Möglichkeit später durch eine knöcherne Korrektur im Mittelfußbereich eine gute Korrektur zu erreichen. Bei Ulcera müssen diese vor der Behandlung zuerst abheilen.


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23. Januar 2005

Sohn,10 Wochen alt, KF links, Gips nach Ponseti ab dem 2ten Tag, wöchentlich getauscht. Achillessehen- OP gerade durchgeführt. Es wurde eine Alpha- Flex- Schiene rezeptiert, die nach 3 Wochen nach der OP getragen werden sollte (zunächst Tag und Nacht), später nur nachts.

Ist diese Behandung ausreichend oder würden Sie zusätzlich Krankengymnastik empfehlen? Was halten Sie von der Alpha- Flex-Schiene bei "nur" einem KF, gibt es empfehlenswerte Alternativen?

 

Antwort:

Krankengymnastik ist nicht erforderlich. Die Alfa Flex Schiene nach dem vorgegebenen Prinzip (3 Monate Vollzeit, dann 3 bis 4 Jahre zur Nacht) ist korrekt. Zur Nacht heißt hier ca 12 bis 14 Stunden tgl. An der Konzeption der Schiene war ich beteiligt, ich bin daher mit der AF Schiene insgesamt zufrieden und sehe im Moment keine wirkliche bessere Alternative auf dem deutschen Markt.


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7. Januar 2005

Bei der Ultraschalluntersuchung in der 20. SSW wurden bei einem Kind Klumpfüße festgestellt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Verbindung zwischen beidseitigen Klumpfüßen und anderen Erbkrankheiten (Down-Syndrom, ...)? Gibt es diesbezüglich Zahlen oder Berichte?

 

Antwort:

Werden im Ultraschall Klumpfüße festgestellt kann durch weitere Untersuchungen eine mögliche Grundkrankheit, insbesondere die Meningomyelocele weiter abgeklärt werden. In wie weit die einzelnen Maßnahmen (Messung der Nackenfalten im US, Fruchtwasseruntersuchung) indiziert sind, muss sicherlich vom behandelnden Gynäkologen abgewogen werden. So spielen viele Faktoren (zB. Kindsbewegungen im US, Fruchtwassermenge, weitere Anomalien im US) eine entscheidende Rolle. Rein statistisch ist jedoch die Wahrscheinlichkeit zugunsten der idiopathischen Klumpfüße gegeben.


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