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Informationen und Austausch zum Thema Klumpfuß
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10. Dezember 2004

Sohn, 9 Monate alt. Unser Sohn hat seit seiner Geburt ein Klumpfuß links und auch einen Gips bekommen. Erst täglich dann wöchentlich, jetzt hat er eine Schiene und bekommt Krankengymnastik. Im Januar nächsten Jahres soll vorraussichtlich seine OP sein, da soll die Sehne verlängert und der Fersenknochen gerichtet werden. Jetzt habe ich aber gelesen, das die meisten Kinder in diesen Alter Ihre OP schon hinter sich haben. Meine Frage: Ist unser Sohn nicht zu alt und bekommt man diese OP noch problemlos hin? Wir bekommen immer zu hören das der Fuß ziemlich spitz und hart ist, aber ändern tut es auch keiner. Wir sind momentan hilflos und wissen auch kein Rat mehr.

 

Antwort:

In den meisten Kliniken werden KF im 3. bis 6 Lebensmonat operiert. Der Trend geht insgesamt jedoch in Richtung der konservativen, also nicht-operativen Therapie. Weshalb bei Ihrem Sohn ein späterer Operationstermin vorgesehen ist kann ich Ihnen nicht beantworten. Ist die Entscheidung zur Operation gefallen, sollte diese auch möglichst bald durchgeführt werden, da auch die Nachbehandlung bei einem älteren Kind (evtl. schon gehfähig) deutlich erschwert ist. Nur als Hinweis möchte ich natürlich erwähnen dass die Ponseti Methode auch bei älteren Kindern erfolgreich angewandt wird.


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12. November 2004

Ich habe bereits ein KF-Kind und bin nun wieder schwanger (ca. 31. / 32. Woche), wobei ich allerdings nicht weiß, ob das zweite Kind auch KF haben wird. Einem großen Ultraschall stehe ich eher skeptisch gegenüber und habe ihn nicht durchführen lassen, weiß aber, daß viele Frauen schon vor der Geburt ihres Kindes auf diesem Wege erfahren, daß das Kind (mit großer Wahrscheinlichkeit) KF haben wird. Nun ist ja bekannt, daß es bei der erfolgreichen Therapie von KF sehr wichtig ist, so früh wie möglich, optimalerweise noch am Tage der Geburt, mit der Behandlung (Gipsredression) zu beginnen. In diesem Zusammenhang bewegt mich folgende Frage: Gibt es eigentlich von ärztlicher Seite aus Nutzen-Risikenabwägungen dazu, ein Kind, bei dem so eindeutig wie möglich im Mutterleid KF diagnostiziert worden sind, vielleicht etwas verfrüht, sagen wir eine oder zwei Wochen vor dem errechneten Termin, per Kaiserschnitt zu holen, wenn es von seiner gesamten Entwicklung dafür reif genug erscheint, um eben diese Zeitspanne beim Gipsen der KF zu gewinnen? Unser Julian kam - voll entwickelt - etwas über zwei Wochen vor seinem errechneten Termin auf natürlichem Wege zur Welt, und ich dachte von Anfang an, das war klug von der Natur, da wir bei seinen schweren angeborenen KF eben diese Zeit gewonnen haben. Wenn Frauen sogar ohne medizinische Indikation immer öfter einen Kaiserschnitt auf Wunsch bekommen, wären KF doch vielleicht tatsächlich eine echte Indikation für einen Kaiserschnitt etwas vor errechnetem Termin? Sind Ihnen Überlegungen in dieser Richtung bekannt, oder erscheint das völlig abwegig?

 

Antwort:

Gipsen zum frühesten Zeitpunkt ist absolut nicht indiziert. In der Regel lasse ich Eltern erst einmal eine bis 2 Wochen mit dem Kind allein. Danach kommen sie für 6 bis 7 Gipse in die Sprechstunde. Obwohl mir keine Nachteile einer US Untersuchung bekannt sind, würde ich keinen US speziell zur Klärung KF oder nicht für Sinnvoll halten. Der Grund liegt darin, dass man eben nicht sofort behandeln muss und weit über 90 % der Füße durch entsprechende Therapie adäquat behandelt werden können.


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5. November 2004

Ist es Teil des Krankheitsbildes, dass gleichzeitig eine Sprachentwicklungsstörung vorliegen kann?

 

Antwort:

Eine Sprachentwicklunggstörung ist meines Wissens nach nicht mit einem KF assoziiert. Der KF ist in der Regel eine auf die untere Extremität beschränkte Erkrankung. Natürlich kann der KF bei anderen Erkrankungen wie Spina bifida, Zerebralparese, etc auftreten. Bei diesen Erkrankungen ist häufig auch eine Entwicklunggstörung unterschiedlichster Art möglich. Ein direkter Zusammenhang besteht jedoch nicht.


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9. Oktober 2004

Sohn, 5 Wochen alt; Gipse an beiden Beinen ab dem 6ten Tag, wöchentlich getauscht Die Weitere behandlung soll folgendermaßen aussehen: Gipse bis zum 3ten Lebensmonat, kleine Operation (Achillessehnenverlängerung), weiter einen Monat lang Gips, dann halbes Jahr lang permanent Schienen & ab da Schienen für die Nacht wovon ich nicht weiß wie lange.

1. Wie lange müßen die Nachtschienen getragen werden?

2. Müßen danach weitere Maßnahmen ergriffen werden?

3. Gibt es noch andere Methoden?

4. Ich habe von zwei verschiedenen Operationen gehört (die aufwendigere OP würde die Schienen ersetzen), welches sind die Unterschiede und Risiken?

 

Antwort:

Offensichtlich ist bei Ihrem Kind die klassische Behandlung der KF vorgesehen. Diese beinhaltet das Gipsen bis ca. 3 Monat und anschließende Operation. Aus meiner Erfahrung läßt sich jedoch in den seltensten Fällen das Ausmaß der notwendigen Operation schon am Anfang der Therapie festlegen. Häufig gelingt die Korrektur des Rückfußes nicht und ein größerer Eingriff mit Eröfffnung der Fußgelenke wird notwendig. Die anschließende Schienenversorgung wird von den meisten Kliniken durchgeführt. Ist die Korrektur des Fußes nach Operation erreicht, ist für mich jedoch nicht schlüssig, weshalb weiterhin korrigierende Schienen notwendig sein sollen. Über alternative Methoden haben sie ja auf der Website sicher einiges gelesen. Auch zur Ponseti-Methode die wir in Hamburg erfolgreich praktizieren. Hier ist die Notwendigkeit einer größeren Operation in über 90 % der Fälle nicht notwendig. Ich kann Ihnen daher nur raten, sich im Internet und bei Ärzten, welche die Ponseti-Methode praktizieren, Informationen zu besorgen und dann die für sie richtige Behandlung zu wählen.


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2. Oktober 2004

Sohn, 4,5 Jahre alt. Diagnose: neurogener Klumpfuß rechts. Befund: Spitz-Klumbfuß re. mit fast ausschließlicher Belastung der Außenseite, Umknickneigung. Deutliche Adduktuskomponente, Spitzfuss. Probleme fielen mit dem Gehen auf, peronaeale Fußheberschwäche. Großzeh kann angehoben werden. Empfehlung der Uniklinik Heidelberg zur operativen Korrektur mit Muskelverlagerung sowie weichteiliger Korrektur des KF, ggf. auch knöchern mit medialem Fußkeil.

1. Ist eine Muskelverlagerung für o.g. Krankheitsbild in diesem Alter sinnvoll?

2. Kann man bei einem KF (redz. Muskelmasse) überhaupt eine Muskeltransposition durchführen?

3. Welche Risiken können anschließend während des Wachstums entstehen?

4. Wie wahrscheinlich ist ein Gehen ohne Orthese?

5. Haben Sie Erfahrungen mit operativen korrigierten neurogenen KF.

 

Antwort:

Eine Muskelverlagerung als auch eventuelle Osteotomien, also knöcherne Eingriffe, sind bei Ihrem Sohn hier sicherlich sinnvoll. Die Muskelverlagerung wird die Schwäche der peronealen Muskulatur etwas auffangen und die Fehlstellung im Rückfuß verbessern. Diese Operation ist insbesondere bei jüngeren Kindern unter 7 Jahren mit Hemiparese sehr erfolgversprechend. Wesentliche Risiken birgt dieses Verfahren nicht. Natürlich ist auf Grund der neurogenen Grunderkrankung eine Rezidiv im Verlauf nie auszuschließen. Ob ein orthesenfreies Gehen möglich sein wird, hängt vom klinischen Untersuchungsbefund ab. In den meisten Fällen ist eine Versorgung jedoch weiterhin indiziert. Neurogene Klumpfüße gehören in unsere Abteilung ebenfalls zu den häufig behandelten kinderorthopädischen Problemen, insbesondere da wir einen sehr hohen Anteil an Kindern mit neurogenen Schädigungen hier sehen.


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25. September 2004

Sohn, 6 Monate alt; starke Klumpfüße; seit 1. Lebenstag Gips, ab dem 3. Monat nach Ponseti im Uniklinikum Münster (Dr. Rödl, Dr. Sandmann); 6 Gipswechsel, anschliessend an beiden Füßen operiert; nun DBB. Uns ist aufgefallen, das durch die Ponseti-Methode die Füße sehr stark nach aussen gegipst wurden. Dadurch hatten die Füßchen schon eine überkorrigierte Haltung. Unser Kleiner musste dann trotzdem zur Op, da sich die Achillissehne nicht gedehnt hatte. Es wurden ganz kleine Schnitte gemacht, danach wieder drei Wochen Gips und nun die Schuhe nach Dennis Brown. Diese trägt er nun schon 6 Wochen

1. Haben sie schon etwas über das Uniklinikum Münster gehört bezüglich der Ponseti-Methode (Ärzte)?

2. Bleibt die überkoriegierte Stellung bei den Füßen (zeigen sehr stark nach aussen ohne Schuh)?

3. Beim Sockenwechsel stell ich ihn schonmal kurz auf, aber erst will er gar nicht auftreten (ist fast so, als ob er die Berührung unter dem Fuß nicht mag), doch wenn er sich dann mal hinstellt, versucht er die Beinchen durchzudrücken. Aber er knickt dann ganz komisch vom Gelenk her nach innen ein. Ist das normal?

 

Antwort:

Die Universität Münster ist an der Ponseti-Methode sehr interessiert. Herr Dr. Sandmann hatte mich hier in Hamburg besucht und die Gelegenheit, einige Sprechstunden als Gastarzt zu begleiten. Ausser der Tatsache, dass die Sehne nicht nur durchtrennt wird (dies ist zumindest mein letzter Wissensstand), sondern vielmehr über einen kleinen Schnitt verlängert wird, wird das Ponseti-Schema verfolgt. Dass die Füße nach außen schauen ist normal und soll ein Rezidiv in der ersten Zeit vermeiden. Dies wird mit der Zeit weniger, ist aber in den ersten 2 Jahren sicherlich noch zu beobachten. Die Sensibilität der Fußsohle auf Druck sehe ich häufiger bei unseren Patienten, diese läßt jedoch rasch nach. Ihrer Beschreibung nach zu urteilen, scheint alles richtig zu laufen. Es ist nun wichtig die Schiene bis zum Alter von 3,5 Jahren anzulegen, um ein Rezidiv zu vermeiden. Ein früheres Absetzen erhöht das Risiko eines Rezidivs.


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20. August 2004

Tochter, 12 Jahre alt; Klumpfuß rechts, OP mit 4 Monaten in der Uni-Klinik Köln, Schienenbehandlung bis 5 Jahren, danach bis heute Einlagenbehandlung, dauernde tägliche Krankengymnastik, komplikationsloser Verlauf, außer dass der Fuß zwei Schugrößen kleiner ist und die Wade dünner. Vor kurzem wurde bei der Untersuchung in Köln festgestellt, dass der Unterschenkel meiner Tochter nicht richtig mitgewachsen ist. Z.Zt. beträgt die Differenz zwischen den Unterschenkeln 1,3 cm. Weil sie noch im Wachstum ist, wurde der Schuh unterlegt, damit es nicht zur Skoliose kommt.

Gleicht sich die Differenz aus? Ist der Unterschied durch das Wachstum aufgetreten bzw. ist das Klumpfußbein immer kürzer?

 

Antwort:

Häufig sehen wir bei KF Kindern ein kürzeres Bein auf der betroffenen Seite. Dies wird sich vermutlich nicht "auswachsen", sondern tendentiell noch etwas zunehmen. Eine Behandlungsmöglichkeit während des Wachstums wäre die kurzzeitige Klammerung der Wachstumsfuge am längeren Bein. Es könnte dann in dieser Zeit das "Kürzere" die Differenz aufholen. Bei gleich langen Beinen kann dann die Klammer entfernt werden um ein beidseitiges Wachstum, mit dann gleich langen Beinen, zu ermöglichen. Dieser Eingriff ist jedoch bei Mädchen nur bis zum 13 Lebensjahr sinnvoll, da sonst nicht ausreichend Restwachstum vorliegt um die Differenz auszugleichen. Eine Verkürzung später wäre mit deutlich mehr Aufwand verbunden.


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6. August 2004

Ich hätte zwei Nachfragen zur Ponseti-Methode.

a) Warum kommt die Ponseti-Methode erst Jahrzehnte nach ihrer Entstehung von den USA - ganz langsam und zögerlich - nach Deutschland?

b) Ein ganz wichtiger Teil der klassischen Ponseti-Methode ist ja Behandlung mit den DBB, es heißt immer bis ins Alter von 3 bis 4 Jahren konsequent immer nachts. Irgendjemand schrieb im Elternforum, da Ponseti ja nicht operiert, sondern "nur" die Knochen in die richtige Position schiebt, sei diese nächtliche Nachbehandlung noch wichtiger als bei operierten Füßen, bei denen die Nachtschienen das OP-Ergebnis eigentlich nur stabilisiert. Das erscheint mir insofern schon einsichtig. Nur wundert mich dann die vergleichsweise "kurze" Tragedauer von nur 3 bis 4 Jahren, da meines Wissens ein KF-Rezidiv bis zum Auswachsen der Füße immer wieder auftreten kann, also bis etwa in die Pubertät hinein, insbesondere bei Wachstumsschüben. Und auch nach dem Alter von 3 bis 4 Jahren haben Kinder doch noch Wachstumsschübe. Die meisten Kliniken, die KF herkömmlich operieren, lassen Nachtschienen zwar schon recht früh weg, im Vergleich dazu erscheinen die 3 bis 4 Jahre bei Ponseti lang. Unsere Klinik (die KF herkömmlich operiert) benutzt aber die Nachtschienen nach dem, was unser behandlender Arzt sagt, normalerweise wesentlich länger, eben bis die Gefahr eines Rezidivs ausgeschlossen ist, also möglichst bis Wachstumsende. Daher frage ich mich und in diesem Falle Sie, ob bei der Ponsetimethode nach diesen 3 bis 4 Jahren konsequenter nächtlicher Tragedauer der DBB keine Residivgefahr mehr gegeben ist.

 

Antwort:

Ein Rezidiv nach dem Alter von 4 Jahren ist nur in ganz wenigen Fällen beschrieben worden. Dies gilt für die Ponseti-Behandlung. Es handelt sich in dieser Gruppe um idiopathische KF. Alle anderen KF sind sicherlich in ihrer Rezidivgefahr höher einzustufen. Letzlich hat Ponseti bereits selbst das Experiment durchgeführt die Schienen früher wegzulassen und ist dabei auf eine höhere Rezidivrate gekommen. Bei 4 Jahren war dies nicht der Fall. Letzlich wird durch die Methode eine "physiologische" Stellung des Fußes, insbesondere des unteren Sprunggelenks erreicht. Häufig sind Probleme nach operierten Füßen sekundär entstandene Komplikationen. Grund für die zögerliche Verbreitung ist sicherlich die Tatsache, dass bis Mitte der 90er Herr Ponseti wenig Aufsehen erzeugt hat. Erst mit erscheinen des Buches, welches auf Drängen veschiedener Orthopäden in den USA geschah, war die Technik einem breiterem Publikum bekannt. Weshalb wir in Deutschland in der Entwicklung bezüglich der KF-Therapie zurückliegen, liegt zum Teil sicherlich an alten Strukturen, die bekannte Therapiekonzepte vorziehen. Ich denke auf Grund zunehmender Veröffentlichungen, die nun auch aus anderen Zentren (und nicht nur Iowa) kommen und ebenfalls gute Ergebnisse zeigen, wird die Effektivität auch für Zweifler zunehmend klar. Letztlich muss (auch von Ihnen) die Literatur und letzlich auch die Ergebnisse, die zunehmend in Deutschland mit dieser Methode erreicht werden, akzeptiert werden. Eine in vielen Fällen unnötige Operation ist meiner Ansicht nach keine alternative Therapie zu Ponseti. Um die Diskussion im Forum aufzugreifen halte ich eine Änderung der Methode für Unsinnig. Insbesondere bei einer Erfolgsrate von über 97 %. Den Wunsch eine Therapie zu verbessern ist und sollte in jedem Arzt vorherrschen. (Letzlich führt dieser Wunsch unter anderem dazu, daß die Ponseti-Methode auf den Tisch gekommen ist) Andere Konzepte mit Ponseti zu vermischen, wird sicherlich die Erfolgsrate auf Dauer nicht verbessern können. Letzlich sind die 100 % bei keiner Behandlung zu erreichen. Ein 100% Ergebniss in allen Fällen würde eher die Glaubhaftigkeit des berichtenden Arztes in Frage stellen.


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3. August 2004

Sohn, 6 Jahre alt; bisher drei mal operiert Am 30. September ist eine Ilizarov Vorrichtung geplant.

Bringt das für die Fußstellung wirklich den Erfolg ? Muß mein Sohn einen Fixateur tragen ?

 

Antwort:

Die Behandlung von Klumpfußrezidiven ist sehr vielseitig. Es gibt zahlreiche Methoden die zur Anwendung kommen.Es gibt Operationen an Weichteilen ( Bändern, Kapseln, Sehnen), Osteotomien (Korrekturen durch die verschiedensten Fußknochen) und die Möglichkeit mit einem Ilizarov Ringfixateur zu korrigieren. Abhängig des Befundes kann der Fixateur ein Rezidiv gut korrigieren. Manchmal wird dies auch in Kombination mit knöchernen Operationen angeboten. Meistens tolerieren die Kinder nach Anlage des Fixateurs die Situation sehr gut. Wichtig ist die Anbindung an ein hierfür spezialisiertes Zentrum.


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6. Juli 2004

Voita seit 10 Monaten

Unsere Tochter kann mit 21 Monaten noch nicht frei gehen. Bei Ihr wurden links wie rechts Knick-Senk Füße festgestellt. In der Uniklinik Köln wurde Sie mit 15 Monaten überprüft und keine körperlichen Mißbildungen festgestellt. Wir sollen in einem Jahr wiederkommen. Ihr Laufmotivation ist sehr hoch, wobei Ihr Füße seitlich nach außen stehen und Sie auf den Sprungelenken geht. Ist es nicht sinnvoll eventuell über orthopädische Schuhe mit Stützfunktion nachzudenken. Wir machen uns große Sorgen, da die Voita Therapie bislang keinen Erfolg bringt und unsere Tochter in Ihrem Bewegungsdrang sehr eingeschränkt ist.

 

Antwort:

Bei ausgeprägtem KSF und Instabilität sind entsprechende Orthesen/Einlagen sicher sinnvoll. Besonders wenn der mediale Fußrand belastet wird. Letztlich muss eine neurologische Vorstellung erfolgen , da das Kind ofensichtlich in seiner motorischen Entwicklung verlangsamt ist.


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20. Juni 2004

Sohn, 5 Monate alt; KG nach Zukunft-Huber und wegen wenig Erfolg 4 Wochen "normale" Gipse ab der 9. Lebenswoche Unser Orthopäde hat eine Fortbildung (1 Tag) zu Ponseti gemacht und möchte diese Methode bei unserem Sohn durchführen. Ich bin eigentlich ganz begeistert, nach allem, was ich im Internet darüber gelesen habe. Jetzt hat Niklas seinen ersten "Ponseti-Gips". Inzwischen bin ich aber etwas verunsichert. Unser Orthopäde gipst wie sonst auch mit Wattefüllung - Ist das für Ponseti OK? Zur Achillessehnen-OP kommt dann ein Arzt aus Stuttgart (Wir wohnen in der Nähe von Stgt.), der sich mehr auskennt. Aber sonst hat unser Orthopäde noch nie nach Ponseti behandelt. Braucht man dafür nicht mehr Erfahrung als nur ein Tag Fortbildung? Würden Sie der Sache trauen? Haben Sie etwas darüber gehört, ob die Stuttgarter Ärzte sich gut mit Ponseti auskennen?

 

Antwort:

Dr Oliver Eberhardtt, Oberarzt im Olgaspital hat die Kurse bei uns besucht und hat nun auch einige Kinder nach dieser Methode behandelt. Ich glaube daß man Ihn empfehlen kann. Watte unter dem Gips ist OK, aber nur wenig. Sie können gerne Bilder von den Gipsen machen und sie mir per email schicken .


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28. April 2004

Sohn, 4 Tage alt; erster Gips gestern, zweiter Gips morgen. Keine konkrete Behandlungsmaßnahme besprochen. suma sumarum: ziemlich ratlos Frage: nach Studium dieses Forums erscheint mir Ponseti als äußerst günstig für unseren Tom.

Wir kommen aus dem Rheinland/Leverkusen. Wer behandelt hier nach Ponseti? Gerne kommen wir auch zu Ihnen nach HH :-)

 

Antwort:

Sie müßten sich vor Ort informieren wer eine Ponseti-Sprechstunde anbietet. Mir ist zur Zeit keine Praxis oder Klinik in Ihrer Nähe bekannt die nach dieser Methode behandelt. Über das Behandlungsprinzip haben sie sich sicher bereits gut informiert. Natürlich kann ich Ihnen anbieten auch in unsere Spezialsprechstunde zu kommen. Ich habe jetzt eine Kassenermächtigung zur Ponsetibehandlung und kann daher auf Überweisungsschein vom Orthopäden oder Chirurgen die Behandlung mit der Allg. Krankenkasse abrechnen. Es bleibt die etwas lange Anfahrt, jedoch kann ich Ihnen gerne die Adressen von KF Familien geben, die diesen Weg auf sich genommen haben.


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23. März 2004

Tochter, 12 Wochen alt, Gipsbehandlung seit ihrem dritten Lebenstag. Ich habe im Internet von der Ponseti-Methode gelesen und würde gerne eine angedachte OP umgehen.

Welche Orthopäden praktizieren in Deutschland die o.g. Methode evtl. auch in unserer Nähe (Borgholzhausen)?

Ist es ratsam mit dieser Methode nach 12 Wochen Gipsbehandlung noch zu beginnen?

 

Antwort:

Die gute Nachricht ist, daß eine Behandlung auch jetzt sinnvoll ist und sehr wahrscheinlich eine Operation umgangen werden kann. Wir haben hier bereits sehr viele Kinder behandelt, die nach konventioneller Methode vorbehandelt wurden. Die Ergebnisse sind mit den Resultaten bei Neugeborenen vergleichbar. Die schlechte Nachricht ist, daß ich keine Klinik in der Gütersloher Gegend kenne, die nach Ponseti behandelt. Dies bedeutet nicht, daß es nicht angeboten wird. Mir ist dies leider nicht bekannt. Sollten sie keinen Orthopäden finden, der die Methode anbietet, können sie gerne nach Hamburg kommen. In der Regel werden ca 6 Gipse benötigt die jeden 5ten Tag gewechselt werden können. Dies bedeutet, dass nach knapp 2 Monaten die akute Behandlung weitgehend abgeschlossen ist. Gerne können sie sich mit weiteren Fragen an mich am Altonaer Kinderkrankenhaus wenden.


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15. Februar 2004

Sohn, 9 Jahre alt; KG, Ergo Tim kam in der 42. SSW gesund zur Welt, mit 13 Monaten fing er an zu laufen. Seitdem er 3 Jahre alt ist, läuft er nur noch auf den Zehenspitzen. Die Ärzte sind ratlos. Tim ist ein ruhiges und verträumtes Kind.Er ist ein guter Sportler.

Haben Sie eine Idee für uns,welche Untersuchungen sinnvoll wären? Was könnte die Ursache dafür sein?

 

Antwort:

Empfehle Ihnen eine neurologische Vorstellung zum Ausschluss einer Spastik als Ursache. Sind keine Ursachen festzustellen, kann es sich um einen idiopathischen Zehenspitzengang handeln, der entsprechend durch eine Gipsbehandlung und einmaliger Injektion von Botulinum (Wade) und KG in den meisten Fällen gut zu therapieren ist.


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13. Februar 2004

Mein Neffe ist mittlerweile 13 Monate alt, kann weder gehen noch sitzen. Beim Krabbeln hält er seine Beine und Füße steif, und zieht sich mit den Armen. Wenn man ihn auf die Beine stellt, und ihm das Gehen beizubringen versucht, tretet er meistens auf den anderen Fuß drauf. Dabei sind seine Füße immer angespannt. Da ich jetzt im Internet zufällig auf das Symptom Klumpfuß gestoßen bin, würde ich gerne wissen, ob die oben geschilderten Symptome dazugehören.

 

Antwort:

Was ein Klumpfuß ist, lässt sich auf der Website hier hervorragend lesen. Offensichtlich bestehen bei Ihrem Neffen noch andere Probleme, die, falls Sie beunruhigt sind, zunächst von Ihrem Kinderarzt beurteilt werden sollten. Ihrer Beschreibung nach können viele Zustände zu diesen Symptomen führen. Eine genauere Untersuchung wäre sicher angebracht. Dass er mit 13 Monaten nicht auf den Beinen stehen will ist noch nicht problematisch. Viele Kinder erlernen das Stehen und Gehen erst relativ spät.


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8. Februar 2004

Sohn, 5 Monate alt, bisher nur Gipsbehandlung.

Wie bitte definiert man Klumpfuß bzw. auch Spitzfuß und welches sind die besten Behandlungsmethoden?

 

Antwort:

Gerne beantworte ich Ihre Fragen bezüglich der Klumpfüße Ihres Kindes. Ich würde Sie jedoch bitten, zunächst die Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel (unter anderem auch diese Website) zu nutzen um einen Einblick in die Problematik zu erhalten. Iris und Stephan haben sich hier viel Mühe gegeben umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen. Wie ich glaube ist dies sehr gut gelungen und bietet Ihnen vielfältige Informationen zu Ihren Fragen. Sollten sie danach konkrete Fragen an mich haben, würde ich mich freuen Ihnen weiter helfen zu können. Wichtig ist von meiner Seite aus die Feststellung, dass in den meisten Fällen eine Operation nicht notwendig ist und eine gute Funktion des Fußes erreicht werden kann.


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2. Februar 2004

Sohn, 5 Monate alt; seit Geburt 12 Wochen Gips (konventionell), danach ca. 8 Wochen Dehn-und Wickeltechnik nach Zukunft-Huber. Da keine wesentliche Besserung eintrat, jetzt Vorschlag von Dr. Correll (Klinik Aschau/Chiemgau) auf die Ponsetimethode umzusteigen, die jetzt in der Klinik eingeführt wird.

Lucas hat schon 12 Wochen Gips hinter sich. Der Fuß läßt sich passiv gut korrigieren - ist jetzt nochmal 6-8 Wochen Ponseti-Gips notwendig und kann der Eingriff gleich gemacht werden? Muß der Fuß in eine spezielle "Lage" gegipst werden, damit der Eingriff erfolgen kann?

Antwort:

Vor Durchtrennung der Achillessehne müssen bestimmte Anforderungen an die Fußposition erfüllt sein. Dies ist insbesondere für die Stellung des Rückfußes wichtig. Ich freue mich ganz besonders das nun zunehmend nach Ponseti behandelt wird. Sie werden mit ca. 5 bis 6 Gipsen rechnen müssen, wonach die Sehnendurchtrennung in lokaler Betäubung erfolgt. Der letzte Gips wird dann in der Regel über 3 Wochen belassen.


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27. Januar 2004:

Sohn, 7 Monate alt; ab Geburt 10 Wochen Gips, 2 Monate nachts Gipsschale, parallel Beginn der KG 2x pro Woche, seitdem Wickeltechnik nach Zukunft-Huber und KG. Geplanter OP Termin 22.März in Aschau/Dr. Corell.

Wir sind heute bei einem Besuch in Aschau von Herrn Dr. Corell auf die Ponseti-Methode aufmerksam gemacht worden.

1) Unser Sohn ist mit dem heutigen Tag 7 Monate alt. Herr Dr. Corell hat uns als Altersgrenze für den Beginn der Ponseti-Methode genau 7 Monate genannt.

1.a) Halten Sie einen Umstieg mit der o.g. Vorgeschichte zu diesem Zeitpunkt für erfolgversprechend bzw. noch möglich?

1.b) Wir haben auf diversen Webseiten gelesen, daß die Ponseti-Methode auch bis zu einem Alter von 1 Jahr begonnen werden kann. Wie ist Ihre Meinung zum "Starttermin"?

2) Da es bis zum OP-Termin nur noch 7 Wochen sind, müßten wir uns über Nacht für Ponseti entscheiden und umschwenken.Das Gipsen würde in 2 Tagen beginnen. In ca. 6 Wochen soll man erkennen können, ob die Methode bei unserem Sohn greift (um den OP-Termin ggf. doch noch wahrnehmen zu können). Ist das realistisch?

3) Können durch die Ponseti-Methode Spätfolgen wie Steifheit, Gelenkschmerzen und Muskelschwäche vermieden werden bzw. ggf. Chirurgie deutlich verringert werden?

4) Die Angaben über die Tragezeit der Schienen variieren stark. Würden Sie aus Ihrer Erfahrung eine durschnittliche Tragezeit nennen?

5) Wie ist Ihre Erfahrung mit der Akzeptanz der Schienen bei den Kindern?

6) Mit welchem Alter lernen "Ponseti-Kinder" das Laufen bzw. wieviel später?

7) Wenn Ponseti die Methode bereits in den 40er Jahren entwickelt hat, warum wird sie erst jetzt in Europa verbreitet bzw. jetzt gerade modern? Aufgrund des Zeitdrucks unserer Entscheidung würden wir uns über eine sehr kurzfristige Antwort von Ihnen wirklich sehr freuen.

 

Antwort:

Die Methode nach Ponseti hat prinzipiell keine festgelegten Grenzen was den Behandlungsbeginn angeht. Ponseti hat mir versichert, dass die Methode auch bei älteren Kindern funktioniert. Er selbst hat einen 8 jährigen Jungen behandelt. In Hamburg habe ich kürzlich einen 6 jährigen Jungen behandelt. Viele meiner Kinder hatten, wie bei Ihnen auch, zuerst die konventionelle Methode kennengelernt und erst später mit der Ponseti Methode angefangen. Fast alle Kinder waren daher zwischen 6 und 12 Monaten alt. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung mitteilen daß die Therapie auch bei Begin nach dem 7. Monat funktioniert. (John Herzenberg aus Baltimore hat hierzu eine Studie veröffentlicht, welche genau dies bestätigt) Trotzdem ist es eine Tatsache, daß die Füße der Neugeborenen etwas schneller auf die Therapie ansprechen und daher weniger Gipse benötigen. In der Regel sollten es bei allen Kindern nicht mehr als 6 bis 7 Gipse sein.

Einer Operation würde ich abraten. Die Ergebnisse sind mit Sicherheit nicht besser. Auch nach Operationen können Rezidive entstehen, die eine erneute Operation notwendig werden lassen. Die Schienen sind bisher bei keiner Familie ein Problem gewesen. Wichtig ist in den ersten 2 bis 3 Tagen eine konsequente Haltung der Eltern. Wir sind dabei mit einer Firma eine speziell für Klumpfüße entwickelte Schiene zu bauen, welche für die Kinder den größtmöglichen Komfort bieten soll. Die Tragedauer ist in der Regel 3 Monate über 24 Stunden täglich und dann als Nachtschiene bis zum Alter von 3 ein halb bis 4. Das lange Tragen hält Ponseti für sehr wichtig um einem Rezidiv vorzubeugen. Er selbst sagte mir, dass er nach dem 4. Lebensjahr keine Rezidive mehr sehen würde, ...deshalb die lange Tragezeit.-

Ich hoffe dies reicht als vorab Info. In wie weit der Kollege in Aschau sich nach den Ponsetiprinzipien richtet, ist mir nicht bekannt. Ich bin jedoch sehr froh, daß unter anderem durch unsere Arbeit (Fortbildungen für Ärzte, Eltern) die Methode nun auch in Deutschland an Popularität gewinnt.


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27. Januar 2004:

Sohn, 6 Monate alt; Klump- und Sichelfuß; seit der Geburt wöchentlich wechselnder Gips zur "Einstellung" des Sichelfußes, nun steht die Op wg. Klumpfuß an.

Es gibt wohl die Möglichkeit vor der OP den kleinen Patienten homöopathisch einzustellen. Welches Mittel ist zu empfehlen?

 

Antwort:

Leider sind mir die Behandlungsgrundsätze der Homöopathie völlig fremd. Ich denke jedoch, daß eine Operation bei Klumpfüßen in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Durch die Behandlung des Fußes nach Ponseti kann eine große Operation vermieden werden. Mehr Information finden sie hierzu auf der Website.


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19. Januar 2004:

Sohn, fast 4 Jahre alt; Operation am linken Fuß , Achillessehne wurde verlängert. Eigentlich sollte es nur eine Kontrolluntersuchung wegen seiner Klumpfüßchen werden, nun aber die Diagnose:Perthes.

1.Frage: Kann es mit den Klumpfüßen zusammenhängen? Er hat das neue Problem an der rechten Hüfte, aber links seinen Klumpfuß?

2.Frage: Was kann ich als Mutter für ihn tun? Und die letzte Frage: Wie lange muß man die Nachtlagerungsschienen eigentlich tragen? Jeder Orthopäde sagt mir etwas anderes, worauf ich sehr verunsichert bin.

 

Antwort:

Ein Zusammenhang zwischen dem Klumpfuß und der Perthes-Erkrankung der Hüfte besteht nicht. Wie lange die Schienen getragen werden müssen, hängt letztlich vom Befund des Fußes ab. Es ist aber durchaus nicht ungewöhnlich über viele Jahre eine Schiene oder Nachtschiene zu verwenden.


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6. Januar 2004

Sohn, 2 Jahre alt; KF links, Vojta ab 3. Lebenswoche bis zum Alter von 13 Monaten, Op mit 4 Monaten (Achillessehnenverlängerung, Kapselerweiterung), ausgeprägte KF-Wade.

Aufgrund der bei unserem Sohn sehr ausgeprägten KF-Wade und dem damit verbundenen höheren Rezidivrisiko beschäftigt mich, seit ich von der Ponsetimethode weiß, die Frage, ob im Falle eines Rezidivs auch für uns die Rezidivkorrektur nach Ponseti in Frage käme, oder ob wir nun für immer zur operativen Behandlung "verurteilt" sind.

 

Antwort:

Eine Rezidivkorrektur nach Ponseti gibt es in diesem Sinne leider nicht. Wahr ist, daß die Möglichkeiten der Ponsetimethode zunehmend erkannt werden und natürlich auch deren Grenzen ausgelotet werden. Eine Grenze ist sicherlich das Alter des Kindes. Hier wurden von verschiedener Seite bereits gute Ergebnisse an nichtbehandelten Füßen älterer Kinder berichtet. Eine weitere Grenze der Methode ist die des unbehandelten gegenüber dem bereits behandelten operierten Fuß. Ein Faktor der hier entscheidend mitspielt ist natürlich der Umfang des durchgeführten Eingriffes. Wir erinnern uns, daß das Ziel der Ponseti Methode eine Korrektur ohne Narbenbildung im Bereich der Kapseln und Sehnen ist, um eine verbesserte Bewegkichkeit der Gelenke zu erreichen und Narbenbildungen zu vermeiden. Da nun leider Narben in Ihrem Fall bereits bestehen, bzw postoperative Veränderungen vorhanden sind, ist die Ponseti Methode sicherlich nicht die Methode der ersten Wahl. Es wäre sicherlich nicht mehr als ein Versuch mit großem Aufwand und nur geringer Wahrscheinlichkeit eines Erfolges. Sollten Sie diesen Weg wählen, wäre vorab sicher wichtig das Problem des Rezidivs genauer zu kennen.


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